Wahnsinn!

Wiemelhausen feiert den nächsten Aufstieg

Ralf Ritter
03. Juni 2016, 09:25 Uhr

Foto: firo

Am Ende gab es kein Halten mehr. „Jaaaa! Westfalenliga, wir kommen!“ rief Uwe Gottschling, der Sportliche Leiter, über den Platz und ins Handy.

Seinen Urlaub in Spanien hatte er unterbrochen für diese Partie, für „den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte“, wie er nun weiß, um 21.07 Uhr am Donnerstagabend des 2. Juni 2016. Und Jürgen Heipertz, der Trainer, sagt genüsslich: „Zwei Aufstiege in zwei Jahren, besser kann es nicht laufen.“ Nach dem Triumphzug durch die Bezirksliga in der Vorsaison hat Wiemelhausen also den Durchmarsch geschafft über den kleinen Umweg Relegation. Das Duell der Landesliga-Zweiten gegen den FC Lennestadt gewann das „spielstärkere Team“, so Heipertz, hochverdient. Mit 4:1.

Die Partie begann wegen des Andrangs mit 20 Minuten Verspätung, rund 650 Zuschauer wollten das Aufstiegs-Endspiel auf dem Kunstrasenplatz in Werdohl sehen - darunter zahlreiche Bochumer. Die 200 Concordia-Anhänger hatten in der zum Glück regenschauerfreien Zone früh Grund zum Jubeln. Bereits nach zwölf Minuten netzte Torjäger Ivo Kleinschwärzer, der in der regulären Saison bereits 22 Mal getroffen hat, nach einem Pass von Pascal Groß zur Führung ein.

Der genesene Topstürmer kehrte im Vergleich zum letzten Ligaspiel wie erwartet ebenso in die Startelf zurück wie Innenverteidiger Matthias Kaiser und Offensivmann Henning Wartala. Nur eine Minute nach der Führung aber zeigte Torwart Falk Klüppel eine Glanzparade - ein Warnschuss. Nachdem Wiemelhausen die Partie erst im Griff hatte, kaufte Lennestadt dem Aufsteiger dann ein wenig den Schneid ab - und kam zum Ausgleich. Ein langer Ball flog noch an die Latte, den Abpraller aber verwandelte Lennestadt zum 1:1. Wiemelhausen kämpfte und grätschte mit, verlor seine feinfüßige Linie, vergaß das Element, das die Concordia besser beherrscht als Lennestadt: das Fußball spielen.

Auf diese Kunst aber besann sich das Team von Heipertz ein paar Minuten nach dem Wiederanpfiff wieder. Der Lohn: Nach einem abgewehrten Kopfball von Wartala traf Rene Löhr zum 2:1. Jetzt hatte Wiemelhausen alles im Griff - und erhöhte. Als ein Lennestädter auf der Linie mit der Hand klärte und Rot sah, verwandelte Maxi Schreier den fälligen Strafstoß zur Entscheidung. Patrick Drzymalla erhöhte auf 4:1. Uwe Gottschling: „Wir sind alle überglücklich.“

Autor: Ralf Ritter

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