29.05.2016

WL 2

Gondrum schießt Brünninghausen in die Oberliga

Foto: Nils Heimann

Wer hätte das vor acht Wochen noch gedacht: Dank eines Dreierpacks von Torjäger Florian Gondrum sicherte sich der FC Brünninghausen den direkten Aufstieg in die Oberliga Westfalen.

Bereits fünf Minuten vor Abpfiff durch Schiedsrichter Max Krämer knallten die Sektkorken vor der Brünninghauser Bank und wurden dort die ersten Triumph-Lieder angestimmt. Denn spätestens beim Stand von 4:1 war nicht nur den FCB-Spielern klar: Der Aufstieg in die Oberliga ist perfekt.

Danach brachen alle Dämme. Sämtliche Spieler, Betreuer, und Vereinsverantwortliche lagen sich in den Armen, die obligatorischen Bierduschen wurden verteilt. Allerdings mit so viel Leidenschaft, dass zu spüren war: Das hier ist kein normaler Aufstieg. Denn nach dem überraschenden Rauswurf von Trainer Alex Gocke und der Übergangsregelung mit dem Spielertrainer-Duo Enke und Kluy war damit wohl nicht zu rechnen. Das unterstrich auch Geschäftsführer Thomas Brümmer: „Wir haben nur auf den zweiten Platz geguckt und immer gesagt, den müssen wir zementieren, weil der zur Relegation berechtigt. Das wir jetzt am Ende der Meisterschaft jubeln können, ist umso schöner.“

Einer der beiden Väter des Erfolges, Alexander Enke, vergaß in der Stunde seines bisher größten Erfolges nicht seine Vorgänger zu loben: „Alex Gocke und Martin Ringwelski haben ja zwei Drittel der Punkte geholt, wir nur ein Drittel. Also muss man sagen, der Meistertitel geht auf das Konto aller Beteiligten.“

Im Mannschaftssport eigentlich selbstverständlich, aber oft ragen auch Einzelne heraus. So auch beim großen Finale am Hombruchsfeld. Mit seinen drei Treffern war Stürmer Florian Gondrum der Matchwinner. Gewohnt bescheiden gab er das Lob für seine Show allerdings an seine Mannschaftskollegen weiter: „Wir sind immer elf Leute auf dem Platz, aber einer muss die Tore machen. Und heute war ich das eben.“ So bescheiden wie bei seiner Analyse war Gondrum dann nicht mehr als es darum ging einen Blick auf die anstehenden Feierlichkeiten zu werfen. „Ich habe nächste Woche Urlaub und ich glaube heute wird es länger gehen.“ Oder um es mit den Worten von Alex Enke zu sagen: „Heute reißen wir das Vereinsheim ab.“

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