Sprockhövel

Balaika findet andere Vereine "dreist"

Marian Laske
24. November 2015, 15:27 Uhr

Foto: Walter Fischer

Der Erfolgstrainer der TSG Sprockhövel bemängelt, dass viele Klubs versuchen, schon im Winter seine Talente wegzulocken.

Die TSG Sprockhövel wirbelt derzeit die Oberliga Westfalen durcheinander. Die Überraschungsmannschaft steht auf dem ersten Tabellenplatz - der Aufstiegstraum wird immer konkreter. Wir haben mit Trainer Andrius Balaika gesprochen, der in der letzten Spielzeit bereits völlig überraschend mit der TSG-A-Jugend in die Bundesliga aufgestiegen ist.

Herr Balaika, warum sind Sie so erfolgreich?
Wir haben uns nach dem Umbruch im Sommer schnell gefunden. Elf Spieler aus der A-Jugend habe ich mit in die erste Mannschaft genommen. Die jungen Burschen haben einfach Bock auf Fußball und auch die nötige Qualität.

Aber haben Sie mit so einer tollen Hinrunde gerechnet?
Nein, dass es so gut läuft, hat bei uns keiner gedacht.

Was zeichnet Ihre Fußball-Philosophie aus?
Die Fitness ist für mich das A und O. Wenn man nicht fit ist, bringt man auch keine taktischen Vorgaben auf den Platz. Außerdem ist Disziplin ganz wichtig - und die Bereitschaft, alles auf dem Platz zu geben.

Sprechen Sie im Team schon vom Aufstieg?
Also den Klassenerhalt haben wir ja eigentlich schon sicher, da müsste schon viel passieren. Alles andere ist für uns kein Thema. Bei den Zuschauern natürlich schon, aber nicht innerhalb der Mannschaft.

Ihr Team besteht aus vielen jungen Talenten. Befürchten Sie, dass diese Spieler von anderen Vereinen weggelockt werden?
In meinen Augen brauchen die jungen Spieler Zeit, um zu wachsen. Sie sollen erstmal konstant Leistung bringen. Aber natürlich kommen andere Vereine, das können wir nicht beeinflussen. Ich finde das dreist. Schon im Winter versuchen manche Klubs, die Spieler wegzuholen. Das ist keine Art.

Und Sie persönlich? Sie sind der Sprockhöveler Erfolgstrainer, 37 Jahre alt, wie sieht Ihr Zukunftsplan aus?
Mir macht die Arbeit hier Spaß. Das Umfeld ist toll. Deswegen ist mir nicht wichtig, von dem Erfolg persönlich zu profitieren.

Autor: Marian Laske

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren