12.08.2015

Di-Santo-Deal

"Nicht astrein" oder "klar und sauber"?

Foto: firo

Der Wechsel von Francoi Di Santo erhitzt vor dem Wiedersehen noch einmal die Gemüter.

Dass diese Konstellation für Wirbel sorgen würde, lag auf der Hand: Schon am ersten Bundesliga-Spieltag gastiert Franco Di Santo mit Schalke 04 beim Ex-Klub Werder Bremen.

Die Zuschauer werden das machen, was sie für richtig halten
Torsten Frings

Vor dem Duell am Samstag (15.30 Uhr, Weserstadion) ist der Ton zwischen den Bundesliga-Rivalen erstaunlich scharf. „Es war nicht astrein, was er gemacht hat. Wenn wir mit ihm gesprochen haben, hat er uns gesagt, er bleibt. Deshalb hatten wir uns darauf auch eingestellt“, hatte Bremens Co-Trainer Torsten Frings in der Sportbild mit Blick auf Di Santos Wechsel erklärt.
Sein Zusatz, dass „die Zuschauer schon das machen, was sie für richtig halten“ werden, könnte noch zusätzliches Öl ins Feuer gießen. Der Transfer des Sturmstars von Werder zu den Königsblauen hätte ja auch noch ausgerechnet am „Tag der Fans“ bekanntgegeben werden müssen, bedauerte SVW-Manager Thomas Eichin.

Auf Schalke hingegen will man sich nicht anstecken lassen. „Irritiert“ über das Verhalten der Bremer hatte sich S04-Manager Horst Heldt gegenüber der Bild allerdings schon gezeigt: „Weil der Wechsel sowohl von Spieler- als auch von der Vereinsseite klar und sauber abgelaufen ist.“

Hauptdarsteller Di Santo beteuert, immer mit offenen Karten gespielt zu haben. Sieben Tage vor Ablauf der Ausstiegsklausel habe er Werders Verantwortliche über seinen Wechsel zum FC Schalke informiert.

Kein Tanz durch das Weserstadion

Besonders heikel dürfte es werden, wenn der Argentinier jetzt den neuen Arbeitgeber auch noch zum Sieg schießt. Aus Respekt vor dem Ex-Klub werde er bei einem Treffer nicht wie früher durch das Weserstadion tanzen, versicherte der 26-jährige Angreifer.
Nach der „Macarena“-Einlage mit Julian Draxler wird es also erstmal keinen weiteren Showact des Südamerikaners geben. Die Schalke-Fans werden es verschmerzen können, sollte ihr Team in Bremen einen Sieg einfahren. Wer trifft, ist schließlich ganz egal. Und den nächsten Scherz der Sorte „Spinnen-Attacke“ (mit dem Opfer Leroy Sané) kann sich Di Santo ja fürs erste Heimspiel aufheben.

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