MSV Duisburg

"I'm coming home lovely Pott"

27. Juni 2015, 11:12 Uhr

Andreas Wiegel ist zurück in seiner zweiten Heimat - dem Ruhrgebiet.

Während für seinen Erfurter Kollegen [person=3220]Simon Brandstetter[/person] das Ruhrgebiet komplettes Neuland ist, freut sich [person=2106]Andreas Wiegel[/person] auf die Rückkehr in seine zweite Heimat. Vor 23 Jahren wurde der Mittelfeldspieler in Paderborn geboren, beim FC Schalke 04 durchlief er die Jugendmannschaften von der U17 bis zur zweiten Mannschaft. Nach zwei Stationen im Osten, bei Erzgebirge Aue und Rot-Weiß Erfurt, zieht es den 23-Jährigen jetzt zurück in den Pott, zurück in seine geliebte Gegend. Auf Facebook verkündete er stolz: „Die Zebras sind in meiner zweiten Heimat zu Hause. In diesem Sinne, I’m coming home lovely Pott.“ Dass Wiegel in seinem „lovely Pott“ schon einige Spieler kennt, freut ihn besonders. „Ich habe früher mit Marcel Lenz und Zlatko Janjic gespielt. Auch dass Brandy (Simon Brandstetter) hier her gewechselt ist, macht den Einstieg natürlich einfacher. Es ist schön, direkt Bezugspersonen zu haben.“

Ich wollte zurück in den Westen
Andreas Wiegel

Warum die Entscheidung auf den MSV gefallen ist, beantwortet Wiegel kurz und knapp: „Ich wollte zurück in den Westen, zurück in die Nähe meiner Familie. Die wohnt in Bad Lippspringe.“ Natürlich ist Duisburg auch ein toller Verein mit viel Tradition. Letztendlich haben die Gespräche mit Sportdirektor Ivica Grlic und Trainer Gino Lettieri den Ausschlag für das blau-weiße Trikot gegeben. „Die Beiden sind super motiviert und man merkt, dass sie etwas erreichen möchten. Das zieht ungemein mit“, betont der Mittelfeldspieler.

Gezogen hat es bei Wiegel auch nach dem Lauftrainingslager in Eisenach – in den Waden. „Es läuft – im wahrsten Sinne des Wortes“, antwortet er auf die Frage, wie er die erste Zeit in Duisburg erlebt hat. „Die ersten beiden Wochen waren die schlimmsten. Pro Einheit sind wir um die zehn Kilometer gelaufen. Wenn ich alles überschlage, ergibt das mit Sicherheit die Strecke von hier bis Paderborn“, schmunzelt das neue Zebra. Übel nehmen kann er es dem Coach nicht: „Er bereitet uns optimal auf die Saison vor. Da gehören auch die Grundlagen wie Ausdauer dazu.“ Dennoch freut sich der Kicker wenn ab nächster Woche, beim Trainingslager in Österreich, wieder der Ball im Vordergrund stehen wird.

Freuen tut sich der Familienvater auch, wenn im Juli dann endlich die Saison losgeht. Dass es für ihn zukünftig nicht mehr dritte, sondern zweite Liga heißt, bedeutet für ihn, vor allem eins: „Größere Stadien, mehr Zuschauer und stärkere Gegner, gegen die es sich zu messen gilt.“ Sachen, die der 23-Jährige mit Glanz in den Augen herbeisehnt, gleichzeitig aber auch eine neue Herausforderung für ihn bedeuten: „So ein Märchen wie Darmstadt es erlebt hat, gibt es nicht alle Jahre. Für uns geht es um den Klassenerhalt. Die zweite Liga ist sehr stark. Ich schätze, dass sieben bis acht Mannschaften den Anspruch haben werden, oben mitzuspielen.“

Anspruch auf einen Stammplatz

In der ersten Reihe möchte der ehrgeizige Mittelfeldspieler auch in Sachen Kaderplanung stehen: „Als Fußballer habe ich den Anspruch einen Stammplatz zu bekommen. Wer will schon auf der Bank sitzen?“ Besonders heiß ist Wiegel auf die Partie gegen den SC Paderborn. Doch bis es soweit ist, bleibt ihm noch Zeit sein neues zu Hause besser zu erkunden. „Bis auf den Innenhafen, habe ich leider noch nicht viel von Duisburg gesehen“, gesteht er.

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