18.06.2015

TuS Erndtebrück

Tormaschine als Leader

Foto: Nils Heimann

Auch nach dem Abstieg der Sportfreunde Siegen wird das Siegerland in der kommenden Regionalliga-West-Saison einen Vertreter ins Rennen schicken.

Während der TSV Steinbach die Region in der Südwest-Staffel repräsentieren wird, nimmt der TuS Erndtebrück als Oberliga-Westfalen-Meister Siegens Platz in der West-Gruppe ein.

RS stellt den Neuling aus der Gemeinde mit 7220 Einwohnern vor.

Regionalliga-Kader
Trainer Florian Schnorrenberg wird auf eine Regionalliga-erfahrene Mannschaft zurückgreifen können. Mit Spielern wie Laurenz Wassinger, Waldemar Schattner, Tokio Nakai oder Fatih Tuysuz verfügte bereits der Aufstiegskader über ordentlich Viertliga-Erfahrung. Die bisher getätigten Transfers (siehe Zu- und Abgänge) spielten beinahe alle in der Regionalliga West und wissen, welche Tugenden und Leistungen in dieser Liga gefordert werden. Große Hoffnungen liegen natürlich auf den Schultern der Erndtebrücker Tormaschine. Wassinger, der einst für den VfL Bochum II und Wuppertaler SV stürmte, erzielte in 33 Partien satte 23 Treffer und will seine Torgefahr auch in der Regionalliga unter Beweis stellen. Er ist der unumstrittene Leader der Blau-Weißen.

Sponsor
Den Etat stemmt Mäzen Jörg Schorge mit einigen weiteren Sponsoren. Schorge ist Vorstandssprecher des Erndtebrücker Eisenwerks (EEW), das Rohrkonstruktionen in die ganze Welt ausliefert. Auch wenn der Regionalliga-Etat des TuS offiziell nicht bekannt ist, darf man fest davon ausgehen, dass die Erndtebrücker besser als Vereine wie Kray oder Wegberg-Beeck aufgestellt sind und sich finanziell durchaus mit Klubs wie Verl oder Wiedenbrück messen können. [infobox-right]Zugänge
Yannick Jaeschke, Marcel Andrijanic (beide SV Rödinghausen), Sven Engelke (1. FC Köln II), Yuki Miyazawa (FC Sriracha/Thailand), Paul Schünemann (Viktoria Arnoldsweiler)
Abgänge
Christian Runkel, Sebastian Wasem, Andre Schilamow (alle 1. FC Kaan-Marienborn), Mateusz Babieczko, Patrik Flender, Florian Hammel (alle Ziel unbekannt)[/infobox]

Stadion
Das Pulverwaldstadion ist in den Hang gebaut und bietet rund 3000 Besuchern Platz. Auf dem Gelände befindet sich ein modernes Mehrzweckgebäude, inklusive Turnhalle und Vereinsheim, welche den Haupteingang zum Platz einrahmen. Im Pulverwaldstadion wird auf einem Kunstrasen gespielt, welcher von einer roten Tartanbahn umgeben ist. In Nachbarorten bittet Coach Schnorenberg seine Schützlinge aber auch regelmäßig auf Naturrasen zu den Trainingseinheiten. Die sogenannten „Sicherheitsspiele“ gegen Klubs wie Alemannia Aachen oder Rot-Weiss Essen werden im Leimbachstadion – der Heimat der Sportfreunde Siegen – ausgetragen.

Anreise
Die Gegner, die in das Pulverwaldstadion anreisen werden, dürfen sich auf eine idyllische Reise ins Wittgensteiner Land freuen. Eine Autobahn? Fehlanzeige! Die A4 beginnt etwa bei Kreuztal – rund 35 Minuten entfernt vom Rothaarsteig, wo das Pulverwaldstadion liegt.

Testspiel-Highlight
Ein echtes Bonbon in Sachen Vorbereitungsspiele haben die Erndtebrücker bislang nicht vermelden können. Dieses wird es aber im DFB-Pokal geben. Da fordert der TuS nämlich Doppelaufsteiger und Bundesligist SV Darmstadt 98 heraus. Die Partie wird im Leimbachstadion über die Bühne gehen.

Ziel
Für einen Aufsteiger kann es zunächst einmal nur um den Klassenerhalt gehen. Jedoch ist dem TuS Erndtebrück durchaus etwas mehr zuzutrauen. Der Kader wird mit vielen Regionalligaspielern gespickt sein. Die Aufstiegself bleibt ebenfalls beisammen. Es könnte gut sein, dass das Schnorrenberg-Team, nicht zuletzt aufgrund der Aufstiegseuphorie, allen voran zu Beginn der Saison für die ein oder andere Überraschung sorgen könnte.

Autor: Krystian Wozniak

Kommentieren

Mehr zum Thema

Mannschaften

Rubriken