Nach der souverän eingefahrenen Meisterschaft freut man sich in Wiemelhausen jetzt auch über den Triumph im Kreispokal.

Kreispokal Bochum

Wiemelhausen schießt Hordel im Finale ab

04. Juni 2015, 20:41 Uhr

Foto: Jan Vordenbäumen

Nach der souverän eingefahrenen Meisterschaft freut man sich in Wiemelhausen jetzt auch über den Triumph im Kreispokal.

Im Finale des Bochumer Kreispokals fertigte das Team von Trainer Jürgen Heipertz den Westfalenligisten DJK TuS Hordel mit 5:1 (2:1) ab und setzte sich die Krone im Bochumer Kreis auf. Dabei sah es zunächst nicht nach einem deutlichen Sieg für den Landesliga-Aufsteiger aus: [person=24885]Shoma Misawa[/person] war zur Stelle, als sich zwei Concorden uneinig bei einer Hordeler Hereingabe waren und staubte aus kurzer Distanz zur frühen Führung ab (11.).

„Leider haben wir zu Beginn ein Tor kassiert das so nicht fallen darf. In den ersten Minuten sahen wir bei hohen Bällen nicht gut aus, haben dann aber aus einer stabilen Defensive heraus gut nach vorn gespielt und durch Konter und schnelles Umschaltspiel Hordel unter Druck gesetzt“, berichtet Wiemelhausens Trainer Jürgen Heipertz. Der Ausgleich durch [person=17338]Siemienowski[/person] (18.) und der 2:1-Führungstreffer durch [person=7090]Lenze[/person] (27.) waren die logische Konsequenz vom sehenswerten Offensivspiel der Concorden.

Das war definitiv eine Blamage
Marcus Himmerich, Co-Trainer TuS Hordel

Schon nach dem Ausgleich neigten sich die Hordeler Köpfe gen Boden: „Das ist ganz klar eine Charakterfrage“, schimpfte TuS-Co Marcus Himmerich nach dem Spiel. „Wir haben uns mit groben Fehlpässen selbst aus der Ruhe gebracht. Es wurde nur noch gemeckert und die Schuld beim Mitspieler gesucht. Am Ende haben wir uns unserem Schicksal ergeben“, so Himmerich weiter.
Im zweiten Durchgang beherrschte Wiemelhausen die Partie, spielte Hordel phasenweise an die Wand. [person=20919]Max Schreier[/person] (63. und 77.) und [person=12008]Rene Löhr[/person] schossen den am Ende sehr deutlichen 5:1-Erfolg heraus.

Himmerich: „Das war definitiv eine Blamage. Der Bezirksligist, der nächstes Jahr in der Landesliga spielt, hat uns heute gezeigt wie man in einem Pokalfinale auftreten muss, wenn man so ein Finale gewinnen will. Wiemelhausen hat immer den einen Schritt mehr gemacht, war generell viel präsenter auf dem Platz und hat die Zweikämpfe angenommen. Wir haben uns einfach desolat präsentiert und auch in der Höhe verdient verloren“.

Wiemelhausen, Hordel und Linden im Westfalenpokal

Wiemelhausens Heipertz glücklich: „Wir haben die Meisterschaft und den Pokal geholt. Das nennt man wohl Double. Unterm Strich war der Sieg absolut verdient. Glückwunsch ans Team“.
Als Bezirksliga-Meister hatte sich Wiemelhausen schon vor dem Spiel das begehrte Ticket für den Westfalenpokal gesichert. Hordel ist damit trotz der Pleite ebenfalls qualifiziert.

Das somit freigewordene dritte Ticket ging an den Sieger des Spiels um Platz drei. Hier setzte sich Landesligist CSV Bochum-Linden mit 3:0 gegen den aktuellen Tabellenführer der Kreisliga A1, den TuS Harpen, durch. „Es ist immer unangenehm gegen einen tieferklassigen Gegner zu spielen, vor allem wenn er so gut ist, wie es Harpen war“, fand Lindens Trainer Frank Benatelli auch lobende Worte für den Gegner.

Bis kurz vor dem Seitenwechsel konnte Harpen den eigenen Kasten sauber halten. Vicente Sanchez-Mohedano traf dann mit dem Pausenpfiff zur 1:0-Führung. Im zweiten Durchgang erhöhten Ibrahim Lahchaychi und erneut Sanchez-Mohedano auf 3:0.

„Harpen hat taktisch gut gearbeitet und auch ein paar gute Spieler dabei gehabt. Meine Mannschaft hat es hier ganz gut macht. Ich bin zufrieden“, so Benatelli weiter.

Kaczorowski verletzt sich schwer

Sein Gegenüber Dietmar Hampel gab sich ebenfalls zufrieden mit dem Auftritt seiner Jungs: „Die Jungs haben gut gespielt. Die ein oder andere gute Chance hatten wir ja auch. Von daher können wir zufrieden mit unserem Auftritt sein“.

Einen bitteren Beigeschmack hatte die schwere Verletzung von Harpens Marc Kaczorowski, der im Luftzweikampf unglücklich mit dem Unterarm aufkam und mit Verdacht auf Armbruch umgehend ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. An dieser Stelle gute Besserung.

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