15.05.2015

ETB - RWO II

"Saft gibt es bei EDEKA zu kaufen"

Foto: Tillmann

Trotz einer 1:0-Pausenführung setzte es für ETB SW Essen eine bittere 1:3-Niederlage gegen RW Oberhausen II.

Der Ball wurde länger und länger und fiel hinter ETB-Schlussmann [person=3754]Tobias Ritz[/person] ins Netz, der Anfang vom Ende für die bis dahin führenden Hausherren. [person=15279]Marco Olivieri[/person] nutze einen Stellungsfehler vom bis dahin tadellos agierenden Ritz und überlupfte den Schlussmann aus 25 Metern zum verdienten Ausgleich. Oberhausen-Coach Peter Kunkel bewies ein glückliches Händchen bei seinen Einwechselungen, denn mit Olivieri brachte er für den schwachen Robin Riebling den Schützen zum Ausgleich und auch das 2:1 erzielte ein Joker. Nach einer Flanke von [person=5724]Philipp Goris[/person] netzte der in der 61. Minute eingewechselte [person=5759]Joel Zwikirsch[/person] zur Führung (69.) ein. Zwei Minuten später erzielte Goris nach einem Konter den 3:1 Endstand.

Der ETB knüpfte nur in der ersten Halbzeit an die starke Leistung aus der Partie gegen Wuppertal an, verlor dann im zweiten Durchgang komplett den Faden. Dabei sorgte [person=7699]Bilal Abdallah[/person] für einen Start nach Maß, eine Viertelstunde nach Anpfiff schoss er die Schwarz-Weißen in Führung. Danach agierte die Mannschaft von Mircea Onisemiuc allerdings zu pomadig, um die Führung ins Ziel zu bringen. Nach dem dritten Gegentor bäumten sich die Hausherren noch einmal auf, einen von [person=2116]Sebastian Michalsky[/person] eingeleiteten Angriff konnte [person=7699]Bilal Abdallah[/person] aber nicht im Kasten von Nurullah Can unterbringen. Mit Hilfe der Fußspitze und des Pfostens wehrte Can den Ball ins Toraus ab. Im Anschluss verloren die ETB-Akteure den Glauben, das Blatt noch einmal wenden zu können, so hatte RWO wenig Mühe den Ball weit weg vom eigenen Tor zu halten.

RWO-Trainer Peter Kunkel war mit der Leistung seiner Mannschaft völlig zufrieden: "Das Spiel wurde noch einmal wichtig, nachdem uns die Punkte aus der Partie gegen Wuppertal abgezogen worden sind. Deswegen bin ich froh, dass wir gewonnen haben. Wir mussten den Rechenschieber wieder rausholen, weil im Fußball alles möglich ist. Grade zum Ende einer Saison kommen immer wieder die tollsten Ergebnisse zu Stande. Wir wussten, dass wir mit einem Dreier die größten Sorgen wegwischen konnten. Essen war in den ersten Minuten dominanter, dann haben wir besser ins Spiel gefunden und nach vorne gespielt. Nach der Halbzeit sind wir dann belohnt worden, es war ein verdienter Erfolg.

"Saft gibt es bei EDEKA zu kaufen", antwortete Mircea Onisemiuc auf die Frage von Pressesprecher Antonius Völker, ob seiner Mannschaft am Ende ein wenig Saft fehlte. "Es ist nicht möglich, jedes Mal so zu spielen wie gegen Wuppertal, wir haben eine gut eingespielte Mannschaft, da fällt es sofort aus, wenn wichtige Spieler fehlen. Kevin Müller und Ribene Nguanguata haben uns gewaltig gefehlt. Wir spielen seit Winter auf Hochtouren und gewinnen auch kein Spiel aufgrund unserer Zweikampfstärke, sondern versuchen immer spielerische Lösungen zu finden. Uns fehlen zwei Punkte und ich bin guter Dinge, dass wir das in den kommenden Begegnungen schaffen werden", nimmt Onisemiuc seine Mannschaft in Schutz.

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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