Klafflsberger wirft in Baumberg hin

02.05.2015

OLN

Klafflsberger wirft in Baumberg hin

Foto: Tillmann

Aus die Maus! Nur drei Monate, nachdem Martin Klafflsberger bei den Sportfreunden Baumberg anheuerte, ist nun schon wieder Schluss.

Der Torhüter löste seinen bis Juni 2016 datierten Vertrag mit sofortiger Wirkung auf. Meinungsverschiedenheiten gaben den Ausschlag. "Ich habe persönlich eine andere Auffassung vom Fußball. Der Trainer hält Woche für Woche an der selben Elf fest. Laut geworden ist er bislang nie", so der Ex-Publikumsliebling des WSV. "Ich würde heute kein Angebot mehr von Baumberg annehmen", sieht Klafflsberger die Mission Klassenerhalt schon frühzeitig als gescheitert an.

Ausgerechnet nach dem 5:3 (0:3)-Überraschungserfolg gegen Bösinghoven gibt der Keeper auf. "Persönlich habe ich hier gegen niemanden etwas. Es sind alles tofte Jungs, aber wir sind keine Einheit. Ich glaube kaum, dass der Abstieg unter diesen Umständen verhindert werden kann", zieht der 30-Jährige somit seine Konsequenzen. Schon am letzten Spieltag stand mit Tobias Bergen nur die Nummer zwei zwischen den Pfosten - da zwickte bei "Klaffi" noch der Meniskus. Nun ist endgültig Schluss.

Nach seiner Stippvisite bei Grün-Weiß Wuppertal in der Hinrunde, traut sich der Keeper in der neuen Saison ohne weiteres noch ein Jahr in der Oberliga zu. "Noch ist alles offen, immerhin habe ich einen laufenden Vertrag bis 2016 in Baumberg. Das muss erst geklärt werden. Grundsätzlich habe ich aber noch Lust auf die Oberliga. Dass ich noch mithalten kann, habe ich in den paar Monaten ja bewiesen", gibt der "Schnapper", der es in der Rückrunde immerhin zweimal in die RevierSport-Elf des Tages geschafft hat, zu.

Wie das Team und Trainer Salah El Halimi mit der Aktion umgehen werden, bleibt abzuwarten. Auf die Baumberger wartet am Sonntag immerhin eine richtungsweisende Partie beim SV Sonsbeck.

"Schmutzige Wäsche zu waschen ist nicht mein Ding", gibt Klafflsberger unumwunden zu. "Ich ziehe hiermit einzig meine persönlichen Konsequenzen, weil ich mich alleine gelassen fühle. Dem Team wünsche ich alles Gute, das Unmögliche doch noch möglich zu machen", so der gebürtige Schwelmer abschließend.

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