Es kam ein bisschen überraschend. Als am Sonntag bekannt wurde, dass Michael Esser den VfL Bochum zur kommenden Saison verlassen wird, waren viele VfL-Fans enttäuscht.

VfL Bochum

Esser konnte zu Sturm Graz nicht nein sagen

16. April 2015, 14:31 Uhr

Foto: Tillmann

Es kam ein bisschen überraschend. Als am Sonntag bekannt wurde, dass Michael Esser den VfL Bochum zur kommenden Saison verlassen wird, waren viele VfL-Fans enttäuscht.

Schließlich hatte die langjährige Nummer zwei, seit sie zur Rückrunde endgültig den Platz von Andreas Luthe zwischen den Pfosten übernommen hatte, im Tor richtig gute Leistungen gezeigt. RevierSport sprach nach Bekanntwerden seines Wechsels mit dem 27-jährigen Torhüter.

Michael Esser, warum wechselt ein bodenständiger Familienvater aus Castrop-Rauxel mit 27 Jahren in die Operetten-Liga nach Österreich? Doch sicher nicht wegen der herrlichen Luft?
(schmunzelt). Doch, die soll da sehr gut sein. Aber mal ernsthaft: Ich habe ein sehr lukratives Angebot über drei Jahre erhalten. Da konnte ich als verantwortungsbewusster Familienvater einfach nicht nein sagen. Natürlich hat es mich auch gereizt, noch einmal etwas anderes auszuprobieren und vielleicht sogar im nächsten Jahr in der Europa League oder gar in der Champions-League-Qualifikation zu spielen. Und ein Fußballprofi denkt natürlich auch an die Finanzen.

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Was wissen Sie über Ihren neuen Verein Sturm Graz? Haben Sie sich Informationen eingeholt?
Ich habe mich natürlich schlau gemacht, seitdem kurz vor Ostern feststand, dass ich nach Graz wechsle. Sturm Graz ist ein Traditionsverein, der vor noch nicht so langer Zeit mit Timo Perthel österreichischer Meister wurde. Timo hat mir eine Menge Informationen gegeben, ebenso wie Michael Gregoritsch, dessen Familie aus der Ecke stammt. Ich bin neugierig, was mich dort erwartet.

„Ein Fußballprofi denkt auch an die Finanzen“
Michael Esser

Ihre Ehefrau Celina erwartet bald Nachwuchs, ihr zweites Kind. Wie regeln Sie das mit dem Wohnsitz, wenn Sie ab Sommer in Österreich spielen?

In der Tat bekommen wir ein Mädchen und das ist für den 24. Mai von den Ärzten angekündigt, also am letzten Spieltag gegen Sandhausen. Schon deshalb werde ich den VfL und meine sieben Jahre an der Castroper Straße immer in Ehren halten. Auf jeden Fall werden wir unsere Wohnung in Castrop-Rauxel behalten. Wie wir das dann genau regeln, weil mein Sohn ja mit sechs Jahren zur Schule geht, ist noch völlig unklar. Da kommt noch eine Menge Planung auf uns zu.

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