VfL Bochum

Fabian war nach dem Abpfiff außer sich

12. April 2015, 20:34 Uhr

Bochums Innenverteidiger Felix Bastians suchte die Ursachen für die knappe 1:2-Niederlage gegen Leipzig beim eigenen Team

„Wir haben den Gegner zu den Gegentoren regelrecht eingeladen. Mit diesem unnötigen ersten Gegentreffer haben wir Leipzig in die Karten gespielt, weil sie genau solche Spielsituationen provoziert haben. Wir schenken das erste Tor her, sind gegen Ende der Halbzeit besser ins Spiel gekommen und haben die Riesenchance zum Ausgleich. Nach der Pause haben wir eigentlich das Spiel bestimmt und waren nach dem verdienten Ausgleich wieder im Spiel und kassieren prompt den nächsten Treffer, der so nicht fallen darf.“

Zu der Schlüsselszene, die zum Freistoß führte, machte sich der Innenverteidiger seinen eigenen Gedanken: „Ich habe mir schon gedacht, dass, wenn der gespielte Ball 15, 20 Meter weit fliegt, der Ball klar gespielt wurde. Das ist ärgerlich, weil es zum entscheidenden Gegentor führte, aber die Niederlage können wir daran nicht aufhängen.“

Die Schlüsse aus der Partie zog Bastians ebenfalls: „Wir müssen in Zukunft darauf achten, die Tore nicht so leicht herzuschenken und unsere Chancen besser zu nutzen.“ [person=1403]Patrick Fabian[/person] war nach der Partie außer sich: „Nicht nur die Fernsehaufnahmen beweisen, dass ich klar den Ball gespielt habe. Wenn ich zwei, drei Sekunden vor dem Gegner den Ball spiele, ist es auch völlig egal, wo die Sohle ist. Da kann man definitiv keinen Freistoß pfeifen und noch eine Karte hinterherschieben. Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat. Ob wir das Spiel deshalb verloren haben, lassen wir mal offen, aber so einen Freistoß darf man nicht pfeifen.“ Ein Lob hatte der Kapitän für den Gegner parat: „Sie haben in der ersten Halbzeit enorm viel Druck gemacht und wir haben es dann nicht geschafft, uns zu befreien.“

[person=5777]Thomas Eisfeld[/person] sprach ein Phänomen an, dass den VfL schon bei den letzten beiden Auswärtsspielen in Darmstadt und Nürnberg „ausgezeichnet“ hatte: „Wir haben die ersten 30 Minuten regelrecht verpennt und nicht so guten Fußball gespielt, wie wir eigentlich können. Ich denke, dass wir danach mit zunehmender Spielzeit die Initiative übernommen haben und waren vielleicht noch einen Tick besser. Dann verlieren wir das Spiel erneut durch eine Standardsituation, weil der Ball unter der Mauer hergeht, weil wir alle hochspringen. Springen wir nicht hoch und er schlägt oben ein, ärgern wir uns auch. Noch mehr geärgert habe ich mich aber, dass überhaupt ein Pfiff erfolgte. Ich stand in unmittelbarer Nähe und habe gesehen, dass Patrick ganz klar den Ball spielt. Deshalb ist es umso bitterer.“

Und dann fügte die Leihgabe aus Fulham hinzu: „Gerade in dieser Phase waren wir drauf und dran, das Spiel für uns zu entscheiden. Das Publikum war da, wir hatten Vorteile auf dem Feld und dann wird man durch so eine Situation auf die Verliererstraße gebracht. Als dann noch die Gelb-Rote Karte kam, war nichts mehr zu machen.“

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