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Verbeek „revolutioniert“ den Bochumer Fußball

09. März 2015, 08:37 Uhr

Der Spielplan macht es möglich. Freitags wird beim VfL derzeit gestürmt, samstags analysiert und am Sonntag erholt.

Für Christian Hochstätter bleibt am Wochenende genug Zeit, um beim morgendlichen Frühstück einmal kräftig durchzuatmen. Schließlich hat sich der Sportvorstand des VfL bei der Trainerwahl zum Ende des vergangenen Jahres als mutig und äußerst kreativ gezeigt.

Viele mögen gedacht haben: Welcher Teufel hat denn Hochstätter geritten, einen nicht pflegeleichten, knurrigen Niederländer an die Spitze des Trainerstabes zu setzen? Doch das Credo des ehemaligen Nationalspielers war eindeutig. Nach langweiligem, frustrierendem, meist erfolglosem, ungesalzenem Eintopf-Fußball wollte er etwas Neues, Kreatives und Ansehnliches sehen.

Zwei Monate nach dem Dienstantritt von Gertjan Verbeek weiß man zwar noch nicht, wohin der Weg letztendlich geht, doch die ersten Schritte sind vielversprechend und finden nicht nur bei einem RS-User bemerkenswerte Anerkennung. Hier der offene Brief an den Trainer: „Lieber Herr Verbeek, ich muss mich bei Ihnen entschuldigen. Ich hätte Ihnen nicht zugetraut, dem VfL innerhalb so kurzer Zeit ein neues System, so viel neues Leben und so viel Siegermentalität zu vermitteln. Chapeau!“

Skepsis weicht in Bochum

Der Auftritt in Düsseldorf war dafür wieder ein Musterbeispiel, denn viel größer als der Ärger darüber, dass sich die Mannschaft wie schon gegen Karlsruhe und Frankfurt nicht mit einem Dreier belohnt hat, war die Freude über die Offensivfeuerwerke. Parallel dazu legt sich allmählich die Skepsis über die neu beschrittenen Wege. Es spricht sich herum, dass Fußballspiele des VfL im Gegensatz zu den letzten Jahren nicht mehr quälen, sondern begeistern.

[person=2518]Stefano Celozzi[/person] brachte es nach dem 2:2 in Düsseldorf auf den Punkt: „Nicht nur uns, sondern auch den Zuschauern macht es Spaß, unseren Fußball zu sehen. Ich denke, wir werden mittelfristig damit auch erfolgreich sein.“ Und die Mär, dem VfL ginge in der Schlussphase die Luft aus, wurde ins Reich der Fabel verwiesen. Denn am Ende hechelte nicht der VfL, sondern die Fortuna entkräftet über die Ziellinie.

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