Leverkusen

"Wird vorgeschickt wie ein Türsteher"

26. Februar 2015, 01:07 Uhr

Als einzige deutsche Mannschaft hat Bayer Leverkusen sein Achtelfinal-Hinspiel in der Championsleague gewonnen.

Der Werkself reichte ein Treffer von [person=6431]Hakan Calhanoglu[/person] in der 57.Minute zum verdienten 1:0 – Erfolg über Spanien’s Meister Atletico Madrid.

Neben dem Treffer des Ex-Hamburgers und der roten Karte gegen Madrids Tiago (76.) war vor allem die hitzige Szene zwischen Leverkusens Trainer Roger Schmidt und Atleticos Co-Trainer German Burgos ein Hingucker. Auf das Wortgefecht in der Coachingzone angesprochen, reagierte Schmidt mit Humor. "Angst hab ich vor dem nicht. Man weiß ja, wie das ist. Der wird vorgeschickt wie ein Türsteher. Von dem lasse ich mir nichts gefallen, schon gar keine Beleidigungen oder Provokationen." Sprach’s und machte einen Haken an die Vorkommnisse.

Lenos unglaubliche Reflexe

Wesentlich mehr Bedeutung wollten die Leverkusener schließlich der überragenden Leistung ihres Torhüters [person=4774]Bernd Leno[/person] beimessen. "Wie er gehalten hat war Weltklasse", fand [person=643]Simon Rolfes[/person]. Vor allem Leno’s unglaublicher Reflex gegen Tiagos Seitfallzieher in der 45 Minute hielt die Schmidt-Elf im Spiel. Dass Bayer die numerische Überlegenheit nach Tiago’s Platzverweis nicht nutzte, um für das Rückspiel am 17. März eine bequemere Ausgangslage zu schaffen, war der Angst vor einem Auswärtstreffer der Spanier geschuldet. "Wir wollten Atletico nicht in die Falle laufen und nach einer Druckphase noch einen Konter riskieren", erklärte Rolfes.

Und während er und Kapitän [person=4593]Lars Bender[/person] unisono darüber sprachen, dass der 1:0-Sieg in der hochstilisierten “Woche der Wahrheit” mit den Heimspielen gegen Madrid, Freiburg und Kaiserslautern (DFB-Pokal) Balsam für die geschundene Leverkusener Seele war, warnte Leno vor zu viel Selbstsicherheit im Rückspiel: "Spanier sind in der Regel sehr heimstark."

Für das Aufeinandertreffen in Estadio Vicente Calderón zeigte sich Trainer Schmidt vorsichtig optimistisch: "Mit dem 1:0 können wir sehr gut leben. Wir haben alle Möglichkeiten. Wir sehen das ganz klar als Chance, ins Viertelfinale einzuziehen. Die Mannschaft hat das hervorragend gemacht. Sie hat wenig zugelassen und immer wieder Aktionen nach vorn gehabt und eine gewisse Reife gezeigt. Deswegen sind wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen."

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