23.01.2015

MSV-Frauen

Grings greift hart durch

Inka Grings hat genug. In der Vorbereitung auf die Rückrunde greift die Trainerin jetzt konsequent durch.

Nachdem die Duisburgerinnen am vergangenen Wochenende beim DFB-Hallenmasters als einzige Mannschaft ohne Punkt blieben und sich dazu auch noch von ihrer schlechtesten Seite präsentierten, hat Trainerin Inka Grings jetzt härtere Maßnahmen gezogen. [person=22569]Kristina Sundov[/person] und [person=8092]Geldona Morina[/person] wurden in die zweite Mannschaft geschickt. "Es hätte auch andere Spielerinnen treffen können", erklärt die 36-Jährige, traf die Wahl aber dennoch bewusst. "Mit Kristina war ich schon in den letzten Spielen nicht zufrieden. Und da sie bislang keine Reaktion gezeigt hat, muss sie die Konsequenzen ziehen." Ähnlich ist es bei Morina, mit der es außerdem "unter der Woche zwei, drei Unstimmigkeiten im Training gab".

Grings zieht also die Zügel an. Am meisten geht es ihr gegen den Strich, dass ihre Ansprachen bei einigen Spielerinnen nicht ankommen, beziehungsweise sie keine Reaktionen zeigen. "Jetzt war es einfach an der Zeit, mal ein Zeichen zu setzen", erklärt die Trainerin und fügt an: "Die Türen für die beiden sind natürlich offen. Wenn sie zeigen, dass sie wollen, dann sind sie bei mir herzlich willkommen."

Laura Luis muss auch eine Etage tiefer

Eine Etage tiefer geht es auch für [person=15412]Laura Luis[/person]. Bei der Portugiesin hat das allerdings einen anderen Grund. Wie bei Elena Hauer und Laura Neboli soll sie in der Zweiten nach einer Verletzung den Trainings-Rückstand aufholen.

Ob ihre Spielerinnen wegen der harten Gangart geschockt waren? "Anfang der Saison war es für manche Spielerinnen sicher ein bisschen schwerer, als ich ihnen klar gemacht habe, dass bei mir allein Leistung zählt. Da waren sie sicherlich deutlich geschockter. Inzwischen haben sie aber verstanden, welchen Weg wir gehen. Sicher waren einige überrascht, aber sie haben danach konzentriert weitergearbeitet."

Grings will so schnell wie möglich mit ihrer Mannschaft aus dem Tabellenkeller kommen, das sollte jetzt auch die letzte Spielerin verstanden haben. "Das war jetzt der Zeitpunkt, an dem ich die Notbremse ziehen musste. Wir haben keine Zeit mehr für Experimente." Wenn am Sonntag der Test gegen die Zweitliga-Frauen des VfL Bochum ansteht (12 Uhr, Mündelheimer Straße), dann geht eine anstrengende Trainingswoche zu Ende. An allen Tagen wurde geschuftet, frei gab es nicht.

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