Er hat es der Oberhausener Fußballszene unbedingt zeigen wollen. Doch am Ende setzte es die von allen - außer von Thorsten Möllmann - erwartete Niederlage für Blau-Weiß.

BWO - RWO 0:6

Möllmanns Traum ist geplatzt

Martin Herms
21. August 2014, 00:13 Uhr

Er hat es der Oberhausener Fußballszene unbedingt zeigen wollen. Doch am Ende setzte es die von allen - außer von Thorsten Möllmann - erwartete Niederlage für Blau-Weiß.

In 90 Minuten, so hatte es Möllmann vorab angekündigt, sollte der Bezirksligist die Kleeblätter "weghauen". Immerhin gelang es dem Sprücheklopfer abermals, das Interesse der Zuschauer zu wecken. Trotz des Dauerregens am Mittwochabend kamen rund 1500 Besucher zur Tulpenstraße. Wer auf eine Pokal-Sensation gehofft hatte, wurde jedoch frühzeitig enttäuscht. Der Favorit sorgte von Beginn an für klare Verhältnisse und führte nach 17 Minuten durch Tore des wiedergenesenen [person=2192]Felix Haas[/person] (6.), [person=10147]Raphael Steinmetz[/person] (13.) und [person=3539]Patrick Bauder[/person] (17.) bereits mit 3:0. Erneut der überragende Steinmetz (27.) sowie Sturmtank [person=2950]David Jansen[/person] mit einem Doppelpack (61., 88.) bescherten dem Regionalligisten ein standesgemäßes Ergebnis. "Wir wollten dem Gegner früh den Zahn ziehen. Das uns ist zum Glück gelungen. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Ein Sieg mit sechs Toren Unterschied war mein Ziel, das haben die Jungs geschafft", befand RWO-Trainer Andreas Zimmermann.

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Der Außenseiter bot keineswegs eine schlechte Leistung. Wie von Möllmann angekündigt, versteckte sich der Underdog nicht, sondern suchte die Flucht nach vorne. Der ehemalige Oberhausener [person=19668]Ümit Ertural[/person] hatte nach einer feinen Einzelleistung die beste Chance für die Gastgeber (18.). Auch Möllmann-Sohn David hätte sich in die Torschützenliste eintragen können, zielte bei seinem Distanzschuss aber nicht genau genug (23.). In den entscheidenden Szenen war der Drei-Klassen-Unterschied jedoch zu groß für die Blau-Weißen. Das musste auch Möllmann neidlos anerkennen. "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. RWO hat verdient gewonnen. Wir hatten ein paar Möglichkeiten, konnten diese aber leider nicht nutzen. Hinten waren wir in vielen Situation gedanklich nicht schnell genug. Der Gegner war besser, also kann ich mit dem Resultat leben", analysierte Möllmann.

Seine für ihn üblichen Kampfaussagen im Vorfeld bewertet er im Nachhinein nicht als Fehler. Und das, obwohl er den RWO-Kickern eine willkommene Motivationsspritze geliefert hatte. "Ich bereue überhaupt nichts. Trotz des miesen Wetters sind 1500 Zuschauer zu diesem Spiel gekommen. Bei jeder anderen Begegnung wären unter diesen Umständen 300 Leute gekommen. Ich hätte das Ding gerne gewonnen, aber der Gegner war einfach zu stark", erklärte der BWO-Coach, der sich zu allem Überfluss auch noch einen Platzverweis einhandelte. Nach dem Treffer zum 5:0 durch Jansen (62.) beorderte ihn der Unparteiische hinter die Bande. "Ich habe dem Linienrichter eine Auswechslung angezeigt und ihm gesagt, dass der Schiri nichts hört, nichts sieht und nichts sagt. Daraufhin musste ich gehen. Gerade beim Stand von 5:0 fehlte mir dabei das Fingerspitzengefühl. Es ist wohl leider so, dass der Verband Geld benötigt. Also werde ich wieder zahlen dürfen."

Es war eben nicht der Abend, den sich Thorsten Möllmann erträumt hatte.

Autor: Martin Herms

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