14.08.2014

Viktoria Köln

Wernze plant eine neue Arena

Noch ist es für den FC Viktoria Köln ein langer Weg in die 3. Liga. Doch hinter den Kulissen wird an noch professionelleren Strukturen gearbeitet.

Ein neues Stadion soll her. RS sprach mit Viktoria-Mäzen Fanz-Josef Wernze über seine Pläne.

Franz-Josef Wernze, wann entsteht denn das neue Stadion?
Bis zur Realisierung unserer Pläne ist es noch ein langer Weg. Das Thema wird wieder aktuell, wenn wir in die 3. Liga aufsteigen. Dann brauchen wir eine neue Arena. Ich habe mit dem Kölner Sportstätten-Chef Hans Rütten gesprochen und er sagte mir, dass wir bei einem Aufstieg nicht mehr in unserem aktuellen Stadion spielen dürfen. Denn unser Sportpark Höhenberg liegt mitten im Naturschutzgebiet und da würden wir für einen eventuellen Ausbau keine Genehmigung erhalten.

Was für ein Stadion schwebt Ihnen denn vor?
Ich könnte mir sehr gut eine gemeinsame Heimat mit Fortuna Köln vorstellen. So eine Doppelnutzung würde meiner Meinung nach sehr sinnvoll sein. Ich habe mir das Stadion im niederländischen Arnheim angeschaut. Dort gibt es Cafés, Restaurants, Einkaufsshops und ein Kino. Über 100.000 Besucher kommen pro Woche. Im Herz dieser Location ist das überdachte Stadion, das neben dem Fußball auch die Heimat von vielen Konzerten ist. So ein Projekt rechnet sich. Dafür könnte man auch Investoren gewinnen. Köln hat 1,3 Millionen Einwohner und im Umkreis leben auch sehr viele Fußballfans. Ein neues Stadion zieht die Menschen an.

Die Spiele von Viktoria und Fortuna werden aber sehr schwach besucht...
Das hat zwei Gründe: zum einen die Ligazugehörigkeit und zum anderen die veralterten Stadien. Ich war zuletzt wieder in Polen, wo ich bei Lechia Danzig im Aufsichtsrat sitze. Dort kommen regelmäßig über 20.000 Leute ins Stadion, weil die Arena ein echtes Schmuckkästchen ist-. Früher wurden die Lechia-Spiele auch nicht gut besucht, da das Stadion nicht mehr zeitgemäß war. Ähnlich ist die Situation bei Fortuna und Viktoria. Ich würde mir bei der Errichtung einer neuen, schönen Arena keine Sorgen um die Besucherzahlen machen. Dafür ist die Stadt Köln zu fußballverrückt. Dieser Sport zieht die Menschen doch so sehr an. Vorausgesetzt es gibt sportlichen Erfolg und eine attraktive Location.

Autor: Krystian Wozniak

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