30.05.2014

Semih Güler

Mit 19 Jahren schon Extremfall-erprobt

Die Befürchtungen haben sich bestätigt. Ohne den gesperrten Semih Güler ging die Partie in Gütersloh verloren.

Der Defensivmann ist trotz seiner erst 19 Jahre schon ein Fixpunkt im Spiel von Westfalia Herne.

„Es ist schlimm, wenn man der Mannschaft helfen will, aber nicht kann“, erinnert sich Güler ungern an das Gastspiel am Heidewald – obwohl er den Auftritt des SCW gar nicht so schlecht fand. „Schon gegen Rheine haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, auch über weite Strecken gegen Gütersloh.“ Nur: In beiden Begegnungen erzielten die Strünkeder keinen Treffer.

[person_box=20003][/person_box]Das muss sich in den zweimal 90 Minuten gegen Neuenkirchen und Dornberg natürlich ändern. Fürs Toreschießen ist der Dortmunder nicht unbedingt zuständig. Aber nach seiner Gelb-Roten Karte will er mit seiner beachtlichen Präsenz auf dem Platz mit dafür sorgen, dass die Westfalia noch den Kopf aus der Schlinge zieht.

Bemerkenswert ist nicht nur, dass der „Sechser“ bereits ein Leistungsträger in seiner Mannschaft ist, sondern mit einer ganz ähnlichen Drucksituation auch schon im letzten Jahr umgehen musste. „Da war es noch deutlich schlimmer“, berichtet der BVB-Fan. „Wir mussten in Bielefeld gewinnen und Schermbeck verlieren.“ Auf den Fußballgott will er sich aber nicht noch einmal verlassen. Vielleicht hilft ja die Erfahrung der vergangenen Saison mit dem letztlich glücklichen Finale.

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Egal, wie es ausgeht – für einen Spieler, der gerade mal das erste richtige Seniorenjahr hinter sich hat, hat Güler schon eine Menge mitgemacht: Turbulenzen, Trainerwechsel, den sportlichen Existenzkampf und nicht zuletzt eine schwere Verletzung. Im Kreispokal-Match in Obercastrop blieb er nach einem Kopfballduell bewusstlos liegen und schwebte kurzzeitig gar in Lebensgefahr. „Eigentlich will man als junger Spieler ja erstmal möglichst viel Spielzeit sammeln, sich bei den Älteren etwas abschauen und dazulernen.“ Güler hingegen musste ins eiskalte Wasser springen.

Wird der "Kindheitstraum" noch wahr?

Genau das könnte ihm aber noch zu Gute kommen, denn der Rechtsfuß hegt den „Kindheitstraum“, einmal Profi zu werden. „Mit 19 Jahren bin ich ja noch nicht zu alt und gerade die zahlreichen Zweitvertretungen in der Umgebung könnten da ein Sprungbrett sein.“

Was aber nicht bedeuten muss, dass er Herne am Saisonende verlässt. „Erstmal geht es um den Klassenerhalt, dann sehen wir weiter“, sagt der Kämpfer.

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