19.05.2014

SSVg Velbert

Kuhn rastet in der Halbzeit aus

Die SSVg Velbert hat die letzte minimale Chance im Kampf um den Klassenerhalt verspielt. Nach der 1:3-Pleite in Oberhausen sind die Bergischen abgestiegen.

Der 1. Vorsitzende Oliver Kuhn richtet den Blick derweil nach vorne. Auch wenn der Abstieg die Velberter keinesfalls überraschend traf, war die Enttäuschung im Lager der Blau-Weißen groß. SSVg-Boss Oliver Kuhn richtete seinen Unmut gegen die eigenen Spieler. In der Halbzeit ließ der Funktionär in der Kabine die Wände wackeln. Mit RS sprach Kuhn über seinen Ausraster, die Gründe für den Abstieg und die Planungen für die kommende Saison.

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Oliver Kuhn, in Oberhausen haben Sie deutliche Worte an die Mannschaft gerichtet. Was genau ist in den Katakomben passiert?
Ich bin zur Pause in die Kabine gegangen und habe meiner Wut über die unterirdische Leistung in der ersten Halbzeit freien Lauf gelassen. In den Katakomben haben die Wände gewackelt und es sind einige deutliche Worte gefallen. Es war letztlich eine spontane Entscheidung, denn sonst ist schließlich der Trainer für Ansprachen während des Spiels zuständig. Wir wurden von Oberhausen regelrecht überrollt und diese Passivität hat mich einfach angekotzt. Vor dem Spiel hatten wir schließlich noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt. So darf man sich einfach nicht verkaufen, das konnte so nicht weitergehen.

Unter dem Strich einer enttäuschenden Saison steht nun definitiv der Abstieg. Warum hat es letztlich nicht gereicht?
Unser schwaches Abschneiden hat mit Sicherheit Gründe, die wir in den nächsten Tagen genauer erörtern werden. Die Hinrunde war mit sechs Punkten natürlich katastrophal. In der Rückrunde lief es sicherlich besser, aber es ist uns nie gelungen, die benötigte Serie zu starten. Nach tollten Auftritten wie gegen Viktoria Köln folgten regelmäßig Enttäuschungen. Meiner Meinung nach hat die Mannschaft genug Qualität, um in dieser Liga einen gesicherten Mittelfeldplatz zu belegen.

Trainer Lars Leese hat einen Vertrag bis zum Sommer 2015. Steht er dennoch zur Debatte?
Das ist momentan kein Thema, denn Lars Leese hat, wie von Ihnen erwähnt, ein gültiges Arbeitspapier bei uns. Aber wir werden uns bald auch mit Lars zusammensetzen, um die kommende Saison im Detail zu besprechen.

Die Personalplanungen laufen bei Ihnen auf Hochtouren. Wann wird der komplette Kader stehen?
Ich hoffe, dass wir in zehn bis 14 Tagen endgültig fertig sind. Acht neue Leute haben wir ja bereits verpflichtet. Unser Ziel wird es in der Oberliga sein, ein Wörtchen um den Aufstieg mitzusprechen. Das sollte nach diesem enttäuschenden Jahr unser Anspruch sein. Deshalb wird auf dem Transfermarkt noch einiges passieren.

Autor: Martin Herms

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