Seit Sonntag ist er perfekt: Der unglaubliche, direkte Durchmarsch des SV Rödinghausen von der A-Kreisliga bis in die Regionalliga. Nach dem fünften Aufstieg im fünften Jahr sprach RevierSport mit SVR-Trainer Mario Ermisch.

SV Rödinghausen

Ermisch kündigt Umbruch an

15. Mai 2014, 17:57 Uhr

Seit Sonntag ist er perfekt: Der unglaubliche, direkte Durchmarsch des SV Rödinghausen von der A-Kreisliga bis in die Regionalliga. Nach dem fünften Aufstieg im fünften Jahr sprach RevierSport mit SVR-Trainer Mario Ermisch.

Mario Ermisch, herzlichen Glückwunsch zum Regionalliga-Aufstieg. So wie wir das mitbekommen haben, haben Sie aber gar nicht groß gefeiert?
Gefeiert haben wir fast gar nicht, wir waren nur gemeinsam etwas Essen. Vielleicht steigt gegen Erndtebrück am Sonntag noch was Größeres, mal schauen.
[infobox-right]SVR erhält Auflagen
Der WFLV hat dem SV Rödinghausen die Regionalliga-Lizenz unter Auflagen erteilt. Dabei handelt es sich insbesondere um eine separate Gästetribüne, die durch einen eigenen Eingangsbereich begehbar sein muss. Die Planungen für die Umsetzung sind bereits in vollen Zügen und der SV Rödinghausen ist zuversichtlich, die Baumaßnahmen zum vorgeschriebenen Zeitpunkt fertig zu stellen.[/infobox]
Ist der Aufstieg aus Ihrer Sicht verdient, egal welchen Platz Rödinghausen am Ende belegt?
Ich denke doch, vor allem, weil wir noch 70 Punkte erreichen wollen. Wer einen Zwei-Punkte-Schnitt erreicht, der hat auch verdient aufzusteigen.

Trotzdem: Wie groß ist der Ehrgeiz, noch Zweiter zu werden?
Den haben wir nach wie vor, allein schon wegen der Optik. Ich finde im Übrigen schade, dass die Erkenschwicker, die eine tolle Saison spielen, keine Lizenz beantragt haben. Ich wäre gespannt gewesen, wie es dann ausgegangen wäre.

Wie meinen Sie das?
Nun, ich könnte mir vorstellen, dass der Druck dann ein ganz anderer gewesen wäre. Es ist leichter, den anderen in die Suppe zu spucken, als wenn einem alle sagen, dass man aufsteigen muss. Das ist ein großer Unterschied.

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Eigentlich hat Ihre Mannschaft nur rund um die Winterpause etwas geschwächelt. Hatten Sie da mal das Gefühl, dass es nicht zum Aufstieg reichen wird?
Nein, denn ich war immer der Meinung, dass wir eine konstante Serie gespielt haben. Auch wenn wir mal eine Niederlage kassiert haben. Das hatte immer seine Ursachen.

Wie groß ist die Vorfreude auf die Regionalliga – und wie groß der Respekt vor diesem Sprung?
Die Vorfreude ist da, aber für die meisten in Rödinghausen ist das natürlich absolutes Neuland – außer „Knappi“ (Christian Knappmann, Anm. d. Red.) und mir, weiß ja noch keiner was so los ist, in der Regionalliga. Aber der Respekt ist auch groß, denn der Schritt von der Ober- in die Regionalliga ist mehr als nur eine Spielklasse. Das ist ein ganz anderer Sprung und darüber sind wir uns auch im Klaren. Es wird also nichts mit dem sechsten Aufstieg in Folge (lacht). Wenn es uns gelingt, uns dort zu akklimatisieren und wir eine ordentliche Rolle spielen, dann ist das ein Erfolg.

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Wird es im Kader einen größeren Umbruch oder nur leichte Veränderungen geben?
Da können wir noch nichts Konkretes nach außen geben, es ist aber schon sicher, dass es einen etwas größeren Umbruch geben wird, etwa acht neue Spieler werden zu uns kommen.

[person_box=5115][/person_box]Bereits im Winter kam Christian Knappmann. Er hat in den letzten zehn Spielen zwölf Mal getroffen. Welche Rolle hat seine Verpflichtung gespielt?
Egal wo er spielt, Knappmann ist immer umstritten. Er polarisiert. Aber er war der entscheidende Faktor. Das mache ich gar nicht an seinen Toren fest, sondern an seinem Auftreten. Genau solch ein Leader hat uns vorher gefehlt. Du brauchst solch einen Fußballverrückten im Team. Ich sage immer: Wenn ich die Mannschaft abends um acht anrufe, dass nachts um halb zwölf Training ist, dann müssen nicht alle kommen, aber 75 Prozent der Spieler. Das ist auch die Einstellung von „Knappi“.

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