Beim VfL Bochum sorgt ein rechtsradikales Fanvideo für Aufregung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole.

VfL Bochum

Ermittlungen wegen Nazi-Symbolen in Fan-Video

DerWesten
27. März 2014, 12:15 Uhr

Beim VfL Bochum sorgt ein rechtsradikales Fanvideo für Aufregung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole.

Fans des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum sind ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Anlass ist ein rechtsradikales Internet-Video. In dem Film waren Kennzeichen der Waffen-SS zu sehen. Der Verantwortliche soll Mitglied des Fanclubs "Brigade Bochum" sein.
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„Es laufen Ermittlungen wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole“, erklärt Oberstaatsanwalt Christian Kuhnert. Bislang gebe es jedoch noch keine Anhaltspunkte, wer den Film ins Netz gestellt haben könnte. „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen.“

Einzelner Fan soll verantwortlich sein

Vor kurzem waren Mitglieder der Fanabteilung des VfL auf das Video auf der Homepage des Fanklubs „Brigade Bochum“ aufmerksam geworden. Im Abspann sei der in Deutschland indizierte Leitspruch der damaligen Waffen-SS in Kombination mit dem Totenkopf zu sehen gewesen, heißt es in einem Protokoll des Bochumer Fangremiums vom Februar.
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„Wir haben den Klub kontaktiert und gefordert, dass der Beitrag sofort geändert wird“, sagt Dirk Michalowski, Fanbeauftragter des VfL. Kurz danach seien die verdächtigen Stellen aus dem Film entfernt worden. Nach Informationen des VfL soll sich ein einzelnes Mitglied der "Brigade Bochum" zu dem Video bekannt haben. „Die anderen Mitglieder haben sich von dem verfassungsrechtlich bedenklichen Inhalt distanziert“, sagt VfL-Sprecher Christian Schönhals.

Wenn das staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren gegen die Einzelperson beendet sei, werde der Verein den Einsatz von Sanktionsmöglichkeiten prüfen, so Schönhals. Der VfL Bochum dulde rassistisches und fremdenfeindliches Gedankengut nicht. Das sei auch den Mitgliedern der „Brigade Bochum“ noch einmal eindringlich vermittelt worden.

Autor: DerWesten

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