MSV Duisburg

Kahlert hat nie an Abschied gedacht

10. Januar 2014, 15:47 Uhr

Den Übergang vom FCR zum MSV Duisburg haben die Frauen fast ohne Verluste über die Bühne gebracht. Auch Trainer Sven Kahlert ist selbstverständlich mitgegangen.

Sven Kahlert, Trainer des MSV Duisburg, wie waren die letzten Wochen für Sie?
Ein Auf und Ab. Aber eigentlich ging es, seit ich in Duisburg bin, immer nur hoch und runter. Am Anfang habe ich gesagt wöchentlich, es war aber auch manchmal täglich. Man stumpft ab, will nicht mehr alles wissen, was nicht gut ist. Ich hoffe, dass jetzt bei allen ein bisschen Ruhe einkehrt.

War es für Sie selbstverständlich, den Weg zum MSV mitzugehen, oder haben Sie auch mal gezweifelt?
Es gibt ja keinen Grund, nicht mitzugehen. Zum einen ist in der Frauen-Bundesliga gerade kein Job frei. Zum anderen macht mir die Arbeit Spaß und ich habe in den letzten zehn Monaten schon viel zu viel investiert, als dass ich jetzt aufgeben würde. Es ist ein Job, aber ein bisschen hängt auch mein Herz an allem hier.

Unter anderem Lieke Martens, die in der Hinrunde sehr wichtig war, ist nicht mit zum MSV gegangen. Warum?
Das hat sie mir nicht gesagt.

Sind Sie enttäuscht?
Ich habe es erwartet, so wie ich sie in den letzten zehn Monaten kennengelernt habe. Ich hoffe, dass durch ihren Wechsel vielleicht ein bisschen mehr Ruhe in die Mannschaft einkehrt. Sie und ihr Umfeld haben sich als etwas schwieriger erwiesen. Mich stört es daher nicht, bloß fehlt eine Spielerin, die wir ersetzen müssen. Dafür haben wir jetzt die Chance, eine oder mehrere zu finden, die den Teamgeist vielleicht noch ein bisschen mehr fördern.

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