13.10.2013

Trainerchaos in Heven

Schreier schon vor 2:4-Pleite raus

Hevens 2:4-Niederlage in Herne war im Kampf gegen den Abstieg ein weiterer, heftiger Rückschlag für den TuS, aber auch fast nur eine Nebensächlichkeit.

Denn beim Spiel in Herne saß Christian Schreier, der das Oberliga-Schlusslicht erst vor zweieinhalb Wochen übernommen hatte, schon gar nicht mehr auf der Bank. „Er ist aus persönlichen, privaten Gründen zurückgetreten“, erklärte Peter Kluth gegenüber RevierSport. Wer genauere Ursachenforschung betreibt, beißt bei ihm auf Granit. „Kein Kommentar“, ist die Antwort auf die Frage, ob es der Wahrheit entspricht, dass die Chemie zwischen dem Ex-Profi und dem Team nicht stimmte.

Dazu hat Kluth, der nun als Interimscoach fungiert, aber doch noch eine Anmerkung: „Er war ja noch gar nicht lange da. Insofern ist es ja fast aberwitzig, zu sagen, dass das Verhältnis in so kurzer Zeit zerrüttet worden ist.“

Kein neuerlicher Schnellschuss

Wie aber geht es nun beim weiterhin punktlosen TuS weiter? „In Ruhe“ will die sportliche Leitung nach einer dauerhaften Lösung suchen. Schreier wurde nur drei Tage nach dem Rücktritt von Jörg Behnert präsentiert. „Dieses Mal werden wir uns mehr Zeit lassen“, kündigte Kluth an.

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Die Nachfrage dürfte sich auch in Grenzen halten. Es scheint eher einem Himmelfahrtskommando denn einem Traumjob gleichzukommen, Trainer in Heven zu sein. „Der neue Trainer kann ja nur gewinnen“, meint Kluth etwas ironisch aber treffend. Ansonsten muss die neuerliche Entwicklung erstmal verarbeitet und dann wieder von vorne angefangen werden. „Mannschaft und Trainer müssen sich kennenlernen, der neue Mann muss sich an das Umfeld gewöhnen“, weiß Kluth um die Herausforderungen die der zweite Wechsel in so kurzer Zeit mit sich bringt.

Dass die Adresse „Haldenweg“ nun nicht mehr den allerbesten Ruf haben dürfte, ist den Verantwortlichen übrigens schmerzlich bewusst. „Pep Guardiola wird sich kaum melden“, scherzt Kluth.

Das Trainer-Theater scheint in der Tat nur noch mit Galgenhumor zu ertragen zu sein – spätestens beim Blick auf die Tabelle sollte aber allen der Ernst der Lage wieder klar sein.

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