BVB: Unforced Error

Klopp will nicht "stinklangweilig" spielen

07. Oktober 2013, 09:07 Uhr

Das völlig unnötige 0:2 (0:0) in Mönchengladbach dürfte Borussia Dortmund noch ein wenig beschäftigen. Ein leidiges Thema will Jürgen Klopp aber nicht anschneiden.

Im Tennis gibt es eine äußerst treffende Begrifflichkeit für das, was Borussia Dortmund am Samstag in Mönchengladbach produziert hat: Unforced Error. Dieser wörtlich übersetzte „unerzwungene Fehler“ zeichnet sich nämlich nicht nur dadurch aus, dass er vermeidbar ist, sondern darüber hinaus auch noch ohne Zutun des Gegners gemacht wird.

"Wir müssen auch Tore schießen"

Vielmehr sind es mangelnde Konsequenz und Konzentration, die als Auslöser benannt werden können. Also exakt die Dinge, die dem BVB gegen die lange Zeit völlig hilflosen Gladbacher, die durch späte Treffer der Zugänge Max Kruse und Raffael den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellten, zum Verhängnis geworden sind. „Es lag nur an uns“, machte Sportdirektor Michael Zorc darum unmissverständlich klar. „Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet und extrem schnell die Bälle zurückerobert. Aber das ist nur die eine Seite. Die andere ist, dass wir auch Tore schießen müssen.“

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Nicht zum ersten Mal war es das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, das bei der Mannschaft von Jürgen Klopp eine erschreckende Diskrepanz aufwies. Der BVB-Trainer wollte eine neuerliche Debatte über die Chancenverwertung seines Teams aber gar nicht erst aufkommen lassen. „Es ist schon so, dass wir das Gefühl haben, wir könnten das eine oder andere Tor mehr erzielen“, gab Klopp zu, betonte aber: „Als negativ besetztes Thema haben wir die Chancenverwertung bis jetzt nicht gehabt und werden sie auch nicht haben.“

Die Spielanlage soll sich nicht ändern

Eine Ankündigung, die nicht verwunderlich ist, denn abgesehen vom fehlenden Ertrag hatte Klopp „ein außergewöhnlich gutes Auswärtsspiel“ seiner Elf gesehen, in dem in neun von zehn Fällen sicherlich der BVB siegreich gewesen wäre. Dementsprechend hat Klopp auch nicht vor, die Dortmunder Spielanlage, zu verändern. „Wir wollen keine Kunstschützen, die drei Chancen pro Spielen haben, zwei davon machen und der Rest ist stinklangweilig“, erklärte der Coach.

Der BVB hat nun zwei Wochen Zeit, um die erst einmal gedrückte Stimmung wieder zu vertreiben. Gegen Hannover 96 haben die Dortmunder dann wieder die Chance, sich für ein spielerisches Spektakel angemessen zu belohnen.

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