MSV - BVB II 1:2 (1:2)

Zebras prüfen, ob sie Einspruch einlegen

03. September 2013, 22:07 Uhr

Hat das Derby zwischen dem MSV und BVB II noch ein Nachspiel? Fest steht, dass die Duisburger prüfen, ob sie Einspruch gegen die 1:2-Niederlage einlegen werden.

Der Grund ist die 79. Minute: Dortmund wollte auswechseln, Koray Günter sollte für den angeschlagenen Jannik Bandowski, der zu Behandlung gerade draußen stand, ins Spiel kommen. Der unsichere Schiedsrichter Marcel Unger, der die Partie zu keinem Zeitpunkt im Griff hatte, winkte Günter aufs Feld.

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Gleichzeitig betrat aber auch Bandowski den Platz und gewann einen Zweikampf. Damit hat der Abwehrspieler direkt ins Spielgeschehen eingegriffen und der BVB war rund 15 Sekunden lang mit zwölf Mann auf dem Platz. "Das habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt", war Karsten Baumann erstaunt, dass Unger, der wegen schlechter Leistungen nicht mehr in der zweiten Liga pfeifen darf, ein solcher Fauxpas passieren kann. "Wir werden uns jetzt Gedanken machen und das Regelwerk prüfen, denn ich glaube nicht, dass es einen solchen Fall im deutschen Profifußball schon einmal gegeben hat", meinte Baumann.

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Während die Duisburger nun die Statuten nach einer Möglichkeit, die Spielwertung anzufechten, durchforsten, bleiben die Borussen gelassen: "Das war eine Tatsachenentscheidung und ich mache mir da keine Gedanken", zeigte sich Teammanager Ingo Preuß relaxt.

Unglaublich ist derweil, dass Unger, der von den Duisburger auf seinen Patzer angesprochen wurde, gemeint haben soll: "Das hat mir mein Assistent auch gesagt." Reagiert hat er aber nicht. Davon weiß der Linienrichter aber nichts. Beim Verlassen der Arena sagte Lasse Koslowski: "Wir haben nichts gesehen. Was sollten wir also machen?"

Es gibt zwar keine Fernsehbilder vom Spiel, allerdings hat der MSV selbst Videobilder angefertigt und wird diese umgehend prüfen. Kommt es zu einem Einspruch des MSV Duisburger, könnte es sich um einen Präzedenzfall im deutschen Fußball handeln.

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