17.07.2013

Klassentreffen

Malochertruppe spielt nun in Osterfeld

Nach dem totalen Umbruch startete Bezirksligist Adler Osterfeld am Dienstag in die Vorbereitung. Mit dabei auch einige in Oberhausen sehr bekannte Gesichter.

So wirklich auf der Rechnung hatte Adler Osterfeld vor einigen Wochen eigentlich niemand. Der einst finanzstarke Verein teilte mit, dass es in Zukunft nichts mehr zu verdienen gibt. Kaum ein Spieler aus der vergangenen Saison wollte den neuen Weg mitgehen und so blieben nur vier Kicker aus der vergangenen Saison am Waldstadion. Kein Wunder, dass Adler ohne gestandene Bezirksliga-Spieler als Abstiegskandidat Nummer eins galt. Das dürfte sich nun geändert haben. Erfahrene Bezirksliga-Spieler haben die Osterfelder weiterhin kaum. Dafür kann Trainer Udo Hauner nun auf die Erfahrung von weit über 1000 Einsätzen in Liga zwei, drei und vier bauen.

"Für unsere ganz junge Mannschaft sind solche Spieler natürlich Gold wert"

Tuncay Aksoy, Timo Uster und Tim Reichert waren Teil der RWO-Mannschaft, die als "Malochertruppe" den Durchmarsch aus der Oberliga in die zweite Bundesliga schafften. Zwar sind die drei dem besten Fußballer-Alter gerade entwachsen, für Hauner sind sie trotzdem enorm wichtig: "Für unsere ganz junge Mannschaft sind solche Spieler natürlich Gold wert. Mit ihrer Erfahrung können sie allen helfen. Auch neben dem Platz passen sie super rein." Zustande kam der Kontakt über Tuncay Aksoy. Der Ex-Profi hatte immer durchklingen lassen, am Ende der Karriere nochmal bei Adler spielen zu wollen. Als es dann soweit war, brachte Aksoy gleich noch ein paar Freunde mit. Wohlgemerkt zum Null-Tarif. Mit Andre Badur steht Hauner obendrein ein weiterer Angreifer zur Verfügung, den wohl jeder Bezirksligist mit Kusshand empfangen würde.

Komplettiert wird der Kader durch die wenigen Spieler, die geblieben sind. Rene Staron, Timo Bach, Tobias Hauner und Orkan Dermirkan bleiben dem Verein erhalten. Dazu kommen Marvin Görlich aus Sterkrade und Gino Seggio aus Königshardt, sowie viele junge Spieler aus der Adler-Jugend und Reserve. Die meisten kennt Hauner ganz genau: "Mit vielen der jungen Burschen habe ich seit zehn Jahren zusammengearbeitet. Die habe ich im Griff." Die Mischung scheint zu stimmen bei den Osterfeldern. Wunder erwartet Hauner trotzdem keine: "In dieser Liga müssen wir jede Woche hochkonzentriert arbeiten, wenn wir die Klasse halten wollen". Der erste wirkliche Test wartet am 28.7, wenn Adler beim Landesligisten Arminia Klosterhardt antritt. Zum Saison-Auftakt geht es zu Fortuna Bottrop. Spätestens dann will Hauners Team klarstellen, dass man Adler Osterfeld auch in dieser Saison auf der Rechnung haben muss.

Autor: Jan Dominicus

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