Nach knapp einer Stunde war Schluss: Die B-Liga-Partie zwischen den Reserven von Kültürspor Datteln und FC 96 Recklinghausen wurde abgebrochen. Was war da los?

Abbruch nach Kopfstoß

"Wir spielen Fußball und kein Karate"

Leonidas Exuzidis
07. Mai 2013, 08:58 Uhr

Nach knapp einer Stunde war Schluss: Die B-Liga-Partie zwischen den Reserven von Kültürspor Datteln und FC 96 Recklinghausen wurde abgebrochen. Was war da los?

Mahmut Arslan (Trainer Kültürspor Datteln II)

"Ich will mein Team ja nicht in Schutz nehmen, aber der Schiedsrichter war ein Provokateur. Er hat für beide Teams schlecht gepfiffen. Es lief alles ruhig und harmonisch ab, wir lagen schon 1:5 zurück. Dann schaukelte sich die Stimmung hoch, weil der Schiedsrichter eine Abseitsposition wieder nicht erkannte. Als der Ball dann im Aus war, gab Jakob Knipfer vom FC 96 den Ball nicht her. Einer meiner Spieler hat ihn leicht weggestoßen und dann standen sie sich wie Ziegenböcke Kopf an Kopf gegenüber. Ein Akteur der Gegenseite sagte 'Du Hurensohn', daraufhin ist unser Spieler ausgerastet und hat ihn mit dem Kopf leicht gestoßen. Zuschauer und Ersatzspieler kamen dazu und es wurde eine richtige Rangelei. Am Ende haben wir doch alles schlichten können. Der Schiri meint, Kung-Fu-Tritte erkannt zu haben, aber das ist nicht wahr. Wir spielen Fußball und kein Karate. Die ganze Hektik ist dem Schiri zu verdanken. Seine Art und Weise war einfach nicht in Ordnung. Es hätte nie dazu kommen müssen."

Olaf Griep (Trainer FC 96 Recklinghausen II)

"Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt nicht eine Gelbe Karte gesehen und führten mit 5:1. Das Spiel verlief ruhig und problemlos. Külturspor war konditionell platt, sodass bei einigen anscheinend auch der Kopf aufgehört hat zu funktionieren. Bei einem Einwurf bekam einer meiner Spieler einen Kopfstoß und einen Schlag direkt hinterher. Er stand mit dem Rücken zu mir und ich konnte nicht genau erkennen, was passiert war. Ich nehme an, dass auch mein Spieler sich gewehrt hat. Dann ging der Tumult los, viele Zuschauer und Ordner kamen auch hinzu. Es gab eigentlich keinen Grund für diese unnötige Aktion."

Autor: Leonidas Exuzidis

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