Uerdingen war gerüstet für die Aufstiegsparty. Der Grotifant erwähnte, dass er gleich drei Kostüme habe, so dass er durchaus mit Alkohol bespritzt werden könnte.

Uerdingen - Rhede 3:3

Der Grotifant enteilt dem Linienrichter

21. April 2013, 21:26 Uhr

Uerdingen war gerüstet für die Aufstiegsparty. Der Grotifant erwähnte, dass er gleich drei Kostüme habe, so dass er durchaus mit Alkohol bespritzt werden könnte.

Friedhelm Funkel verlieh der Grotenburg ein wenig Glanz und die Mannschaft führte nach einer halben Stunde bereits mit 2:0 gegen den VfL Rhede. Dass dann auch noch der einzige verbliebene Verfolger TuRU Düsseldorf beim VfB Homberg patzte, hätte den Sonntag perfekt machen können. Doch er endete mit einem Pfeifkonzert, zwei Platzverweisen und einem Wettrennen um ein Feuerzeug.

[gallery]3330,0[/gallery]
Diese kuriose Wendung lag hauptsächlich an den Gastgebern, denen die Partie anscheinend nicht spannend genug war. „Der ein oder andere dachte, dass es ein Selbstläufer werden würde“, betonte KFC-Coach Eric van der Luer. Plötzlich führte Rhede mit 3:2 und da war sie dann, die Dramatik in einer Partie, die im Grunde wenig Dramatisches zu bieten hatte. Denn wie dramatisch kann schon ein Aufstieg neun Spieltage vor Saisonende sein?

Ziemlich dramatisch, denn die Uerdinger schafften das 3:3 (72.) und waren, angespornt durch das Ergebnis aus Homberg, drauf und dran, auch noch das für den Aufstieg benötigte vierte Tor zu schießen. Doch daraus wurde nichts, weil zunächst Emrah Uzun auf plumpe Weise versuchte, einen Elfmeter zu schinden und für seine Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah (81.) und in der Folge einige fragwürdige Abseitsentscheidungen gegen die Hausherren getroffen wurden. Dass Andreas Korte in der Schlussminute wegen einer Notbremse auch noch die Rote Karte erhielt, erhitzte die Gemüter zusätzlich. Die Uerdinger hatten sich mit dem Unentschieden abgefunden, nicht aber mit der vermeintlichen Fehlleistung des Unparteiischen Felix Schmitz.
[infobox-right]Uerdingen: Samulewicz – Yavuz, Nimptsch, Alexiou, Korte – Ellguth – Issa, Saka (62. Tekkan), Bougjdi (59. Pirschel) – Kuta (40. Baltes), Uzun.
Rhede: Trogemann – Hebing, Hahm, Winking, Spieker – Wienholt - Herbers, Juch (78. Radefeld), Bugla (62. Zelles) – Lechtenberg, Giesbers.
Schiedsrichter: Felix Schmitz (Xanten).
Tore: 1:0 Saka (10.), 2:0 Uzun (29.), 2:1 Giesbers (33.), 2:2 Lechtenberg (51., Foulelfmeter), 2:3 Giesbers (61.), 3:3 Tekkan (72.).
Zuschauer: 2.011.
Rote Karte: Korte (90., Notbremse).
Gelb-Rote Karte: Uzun (81., Schwalbe).[/infobox]
Neben den obligatorischen Pfiffen galten dem Schiedsrichtergespann auch ein halbvoller Bierbecher und ein Feuerzeug. Getroffen wurde niemand, gerannt wurde trotzdem. Denn als der Grotifant erspähte, dass der Linienrichter das Feuerzeug als Beweismittel sichern wollte, sprintete er los, schnappte sich das Corpus Delicti und warf es in den Fanblock. Der Unparteiische verließ fassungslos das Spielfeld, so, wie es kurze Zeit später auch die Uerdinger Spieler tun sollten. Wohl wissend, dass sie noch einige Chancen haben, den Aufstieg zu feiern.

Auf Seite 2: Die Stimmen zum Spiel

Autor:

Seite 1 / 2 Nächste Seite >

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren