Schalke: Fanrandale

"HUGOS" zündeln zum Abschied aus der Arena

24. November 2012, 19:09 Uhr

Das Schalker 1:1 gegen Frankfurt wurde von einem üblen Zwischenfall auf den Rängen überlagert. Ultras zündelten, bevor sie kein Stadion mehr betreten dürfen.

Mit dem Abbrennen von Pyrotechnik vor Beginn der zweiten Halbzeit haben sich die „HUGOS“ am Samstag aus der Arena verabschiedet.

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Voraussichtlich schon in der kommenden Woche werden mehr als 100 Mitglieder der jüngsten Gelsenkirchener Ultra-Gruppierung Post aus Dortmund erhalten. „Wir wollen den Kollegen dort nicht vorgreifen. Aber es sind im dreistelligen Bereich Mitglieder der „HUGOS“ betroffen“, bestätigte Schalkes Sicherheitschef Volker Fürderer gegenüber RevierSport.

Die Stadionverbote werden wegen vorgeworfener Verfehlungen beim Derbysieg der Königsblauen beim BVB ausgesprochen. „Beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt waren die betroffenen Personen aber noch legal im Stadion“, erklärt Fürderer.

Bereits im Vorfeld der Partie hatten die Anhänger mit Plakaten auf ihre Situation aufmerksam gemacht. „Wir werden nie so sein. Ihr kriegt uns niemals klein“ und „Hugos sind nicht auszulöschen“ sollten aber nur das Vorspiel für das gefährliche Spiel mit dem Feuer werden.

Bengalos aus der Ecke Nordkurve/Gegengerade vernebelten die Arena und setzten ein Werbetransparent in Brand. „Das war eine traurige Angelegenheit“, resümierte Gelsenkirchens Polizeisprecher Konrad Kordts. „Wir haben die Täter videografiert. Als die Gruppe das Stadion danach verlassen wollte, haben wir von ca. 60 Fans die Personalien festgestellt. Gegen diese Anhänger werden wir Strafverfahren einleiten.“

Auch Horst Heldt war entsetzt. „Das ist zu verurteilen. Ein Großteil unserer Fans hat die richtige Antwort gegeben“, sagte Schalkes Manager. Lediglich die „Ultras Gelsenkirchen“ beklatschten die Feuershow und solidarisierten sich so mit ihren Gesinnungsgenossen.

Die Antwort des übrigen Schalker Anhangs war eindeutig. Mit Pfiffen und „Ihr seid scheiße, wie der BVB“-Rufen und höhnischem „Auf Wiedersehen“ quittierten sie die sinnlose Aktion der „HUGOS“.

Die Spaltung innerhalb der Schalker Fanszene ist komplett. Nach Pfiffen der Sitzplatzbesucher gegen eigene Spieler wie Joel Matip und Lars Unnerstall, gegen die die Ultras zurecht deutlich protestiert hatten, wurde nun der Spieß umgedreht.

Vor dem DFL-Sicherheitsgipfel am 12. Dezember haben die „HUGOS“ den Befürwortern einer härteren Gangart neue Nahrung gegeben.

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