12.01.2012

VfB Waltrop

Coup: Frank Schulz wird neuer Trainer!

Wenn ein abstiegsbedrohter Landesligist einen neuen Trainer sucht, dann stehen Hochkaräter eigentlich nicht gerade Schlange. Aber warum eigentlich nicht?

"Warum eigentlich nicht?", dachte sich irgendwann auch Frank Schulz - denn der Ex-Profi wird mit dem VfB Waltrop nun in der Tat ein kriselnden Siebtligisten übernehmen. "Es hat sich eigentlich zufällig ergeben", berichtet Schulz, nennt aber eine enge Verbindung. "Mein Sohn spielt in der C-Jugend des VfB. Deshalb bin sowieso ständig dort am Platz. Erst hat sich wohl keiner getraut mich zu fragen, aber je länger ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto eher konnte ich mir das vorstellen."
[infobox-right]Schulz' Trainerstationen

1995–1996: Bor. M'gladbach A-Jugend
1996–1997: Eintracht Frankfurt II
1997–1999: TuS Grevenbroich
1999–2000: SC Kapellen-Erft
2000–2001: TSG Dülmen
2001–2003: Lüner SV
2003–2008: Westfalia Herne
2008: BV Cloppenburg
2009–2010: Westfalia Herne
2010–2011: SSVg. Velbert
Ab 3. Februar 2012: VfB Waltrop[/infobox]
Da Schulz, der Ende Oktober beim NRW-Ligisten SSVg. Velbert gefeuert wurde, dem Verein finanziell entgegen kommt, stand der Nachfolger für den vor Kurzem entlassenen Martin Backwinkler am Mittwochabend fest: Der ehemalige Mittelfeldspieler, der unter anderem beim VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach spielte, übernimmt am Hirschkampstadion das Kommando!

Die getroffene Vereinbarung gilt bis zum Saisonende - danach würde der 50-Jährige schon gerne wieder ein Verein aus höherklassigen Gefilden betreuen. Aber bis es so weit ist, gilt sein voller Einsatz dem VfB: "Wer mich kennt, der weiß, dass ich die neue Aufgabe mit Herzblut angehen werde", kündigt der Herner an. Das ist auch durchaus angebracht, denn mit dem Aufsteiger den Klassenerhalt in der Landesliga 3 zu schaffen, ist keine leichte Aufgabe - das weiß auch Schulz: "Die sportliche Herausforderung ist größer als wenn man einen Verein in der NRW-Liga trainiert, der eh nicht absteigen kann. Gerade weil die Aufgabe nicht einfach ist, freue ich mich auch so darauf."

Außerdem ist ja auch in der Landesliga das ein oder andere Talent dabei, das man mal in Augenschein nehmen kann. "Die Liga kennenzulernen ist reizvoll", meint Schulz, "da sind bestimmt viele Jungs unterwegs, die sich noch beweisen wollen."

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