18.08.2011

Ring will sich zeigen

Spiele gegen Schalke als Schaufenster

Auf diesen Tag hat Alexander Ring nur gewartet, es ist ja auch zu langweilig in der heimischen Veikkausliiga, in der HJK Helsinki fast alle Spiele gewinnt.

Doch jetzt kommt Schalke, der große Klub aus seiner Heimat. „Das ist für uns ein Superlos“, freut sich der Deutsch-Finne.

Ring kam 1991 als Sohn einer deutschen Mutter und eines finnischesr Vaters in Helsinki zur Welt. In seiner Kindheit wanderte die Familie nach Deutschland aus und wurde in Bonn sesshaft. Der junge Alex schloss sich zunächst dem Stadtteilklub VfL Lannesdorf an, ehe er im Jahr 2000 zu Bayer 04 Leverkusen wechselte. Acht Jahre kickte er in der Jugend des Werksklubs, ehe es Anfang 2009 mit den Eltern zurück nach Finnland ging und er bei HJK Helsinki anheuerte. Seit einem Jahr ist der inzwischen 20-Jährige Profi beim finnischen Serienmeister und hat für Schalkes Gegner in den Playoffs zur Europa League inzwischen 14 Erstliga-Einsätze (ein Tor) absolviert.

"Die Bundesliga ist mein Ziel"

Die Rückkehr in den Norden bedauert er dabei nicht. „Ich spiele in der ersten Mannschaft von HJK Helsinki und habe inzwischen auch mein Debüt in der Nationalelf hinter mir. Das ist eine gute Karriere“, findet Ring. Seit der U18 spielt er für Suomi und feierte am 7. Juni seine Premiere in der finnischen A-Auswahl bei der 0:5-Niederlage im EM-Qualifikationsspiel gegen Schweden.

Doch Ring weiß nur zu gut, dass der Fußball im Land der Eishockey-Freunde keinen allzu großen Stellenwert hat. Daher will er die große Bühne der beiden Duelle gegen Schalke nutzen, um sich für einen Klub in Deutschland zu empfehlen. „Die Bundesliga ist mein Ziel“, gibt der Mittelfeldkicker zu.
Obwohl das Sonera-Stadion in Helsinki am Donnerstag mit 11.000 Zuschauern ausverkauft sein wird, ist natürlich vor allem die Auswärtspartie in der nächsten Woche in Gelsenkirchen ein Highlight in seiner noch jungen Karriere. „Das ist eine ganz andere Kulisse, da kann man sich zeigen“, hofft Ring auf seinen doppelten Einsatz gegen die Königsblauen.

Obwohl Schalke der große Favorit sei, sieht er HJK nicht chancenlos. „Der Kunstrasen ist unser Vorteil“, glaubt der Blondschopf. Sollte für ihn und seine Mitspieler die Tour durch Europa dennoch nächsten Donnerstag vorbei sein, kann er sich immer noch für einen Arbeitgeber in der früheren Heimat bewerben.

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