Al-Arz Libanon

Rittmann will nicht mehr

Krystian Wozniak
22. Februar 2011, 14:39 Uhr

Al-Arz Libanon steht wieder ohne Trainer da! Nach den Entlassungen von Josip Cosic und Claudio Fölber hat nun Stephan Rittmann das Handtuch bei den "Zedern" geworfen.

"Es hat einfach nicht mehr gepasst. Ich habe mir vieles anders vorgestellt. Das fängt beim Training an und hört ganz woanders auf. Nach den Vorfällen gegen Wacker Bergeborbeck (RS berichtete) war mir klar, dass ich hier nicht mehr weiter machen will. Jetzt blicke ich nur noch nach vorne. Ich wünsche Al-Arz noch viel Erfolg für die Zukunft", erklärt Rittmann, der erst im Dezember das Amt von Claudio Fölber übernommen hatte, seinen "Rücktritt".

Nemr Fakhro, 1. Vorsitzender, sieht den Abgang von Rittmann nicht als Rücktritt an, sondern eher als Trennung im beidseitigen Einvernehmen. "Stephan hat Recht. Es hat einfach nicht mehr zwischen der Mannschaft und ihm funktioniert. Stephan hat oft nicht den richtigen Ton getroffen. Es war seine erste Trainerstation und er war mit dieser schlichtweg überfordert."

Fakhro: "Piljic hat die Lage sehr dramatisch dargestellt"

Zudem will Fakhro noch die Geschehnisse vom Spiel gegen Wacker Bergeborbeck aus seiner Sicht darstellen. "Ich kann und will nicht stehen lassen, dass Wacker an diesem Tag Angst haben musste. Wenn das der Fall gewesen wäre, dann hätte wohl jemand die Polizei gerufen. Herr Frane Piljic hat die Lage sehr dramatisch dargestellt. Und das obwohl er meiner Meinung nach, der Hauptprovakteur gewesen ist. Damit ist die Sache für mich erledigt."

Dafür ist die Rittmann-Nachfolge noch lange nicht erledigt. "Erst einmal werden Nabil Allouche und ich das Zepter führen. Wir wollen uns diesmal Zeit lassen und den neuen Mann richtig kennenlernen. Wir haben jetzt sowohl mit Fölber, als auch mit Rittmann nicht ins Schwarze getroffen. Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei", hofft Fakhro diesmal auf ein glückliches Händchen in der Trainerwahl. Nach RS-Informationen gelten Josip Cosic, der mit Al-Arz den Doppelaufstieg aus der C-Klasse in die A-Liga feierte und Klaus Becker (zuletzt NK Croatia Essen), als heißeste Kandidaten. Fakhro: "Das sind sehr erfahrene und interessante Leute."

Autor: Krystian Wozniak

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