16.01.2005

RWE: Nächster Däne für Gelsdorf: Lennart Lynge Larsen

Verstärkung für Rot-Weiss Essen! Im Laufe des Tages gab der Traditionsverein eine weitere Verpflichtung bekannt: Lennart Lynge Larsen kommt vom dänischen Erstligisten Viborg Fodsports Forening, ein Deal, der bereits am Samstag klar gemacht wurde, allerdings aufgrund einer Vereinbarung mit dem abgebenden Club noch nicht an die Öffentlichkeit gegeben wurde.

Verstärkung für Rot-Weiss Essen! Im Laufe des Tages gab der Traditionsverein eine weitere Verpflichtung bekannt: Lennart Lynge Larsen kommt vom dänischen Erstligisten Viborg FF, ein Deal, der bereits am Samstag klar gemacht wurde, allerdings aufgrund einer Vereinbarung mit dem abgebenden Club noch nicht an die Öffentlichkeit gegeben wurde.
Der Akteur - ehemals bei Adademisk BK - für die linke Außenbahn stach letztendlich den zweifachen kolumbianischen Nationalspieler Jesus Sinesterra aus. Auch dessen Nichtverpflichtung war letztendlich schnell ersichtlich, da er nur für eine Halbzeit beim 0:6-Test gegen Bayer Leverkusen im Georg Melches-Stadion auflief. Coach Jürgen Gelsdorf über ein "Dynamit-Trio" aus dem Nachbarland. Auch in diesem Fall dürfte eine Rückfrage bei Kapitän Bjarne Goldbaek Thema gewesen sein. "Die erfolgte", bestätigt Gelsdorf, "auch mit Peter Foldgast haben wir gesprochen, der Lennart noch aus Dänemark gut kennt." Essen blätterte für den bis zum 30.Juni 2006 verpflichteten Defensivstrategen eine Ablöse auf den Tisch des Hauses: Nicht sechstellig.
Gelsdorf erläutert weiter: "Wir waren bereits im Sommer an ihm dran." Der Coach ließ sich von der Qualität des 1,86 Meter-Mannes auf mehreren Videos überzeugen. Frank Kontny, RWEs Sportlicher Leiter, schaute sich das Objekt der Begierde live in Dänemark an. "Und war sehr angetan", klärt Gelsdorf auf. Dementsprechend blieb Essen dran, obwohl sich Vilborg schwer tat, den Stammspieler (123 Matches in der ersten Liga) frei zu geben. Nico Schäfer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei RWE: "Logisch, Viborg war in der letzten Spielzeit Vierter, will jetzt in den internationalen Wettbewerb. Der Club wollte sich erst Ersatz beschaffen." Larsen wird am Montag die finale medizinische Untersuchung absolvieren und am Dienstag zum ersten Mal am Mannschaftstraining von RWE teilnehmen, er kommt aus der laufenden Viborg-Vorbereitung, sollte also keinen Rückstand haben.
So dass der Däne bereits am kommenden Samstag, 22.Januar, für Aue (Anstoß im Erzgebirge-Stadion um 13 Uhr) ein Thema sein sollte. "Gut geschult in der Viererkette, es war wichtig, jemanden zu holen, der hinten auf der linken Seite dicht macht. Außerdem ist er auch gut zu Fuß." Ein Sinisterra präsentierte sich für die angedachte Rolle letztendlich zu offensiv. Exakt das "Abdichten" ging gegen Bayer voll in die Hose. Und das vor etlichen Konzernvertretern, die sich die Aufbauarbeit an der Hafenstraße anschauen wollten. Auf der RWE-Chef-Etage wurde das Beißholz raus geholt.
Radoslav Kaluzny, Enrico Gaede, Larsen - Essen zeigte sich am Transfermarkt. "Ich habe drei wichtige Kicker bekommen, auf Positionen, wo es bei uns weh tat", nickt Gelsdorf ab, "der Rest des Kaders muss jetzt genau damit professionell umgehen." Die Personaldecke war zu eng. Gelsdorf: "Außerdem kann man keine Akteure holen, die die aktuelle Qualität des Kaders nicht erreichen." In der Tat, nur Verstärkungen, als die sich die drei Kandidaten jetzt herausstellen müssen. Gelsdorf: "Die aktuelle Phase ist wichtig, natürlich kann es passieren, dass selbst bisherige Stammakteure auf der Bank landen." Oder auf der Tribüne, Szenarien, die Stimmung machen. Gelsdorf hat aber Vertrauen: "Wenn wir in Aue bestehen, läuft es." Wenn nicht, werden die Magenschmerzen noch größer.
Markant ist, dass RWE sich weiter am Markt tummelt: "Offensiv und auch defensiv sind wir weiter in Gesprächen", lautet die Ansage des Fußball-Lehrers, "wir müssen den Laden vor allem dicht kriegen." So dass Vorstandsmitglied Schäfer - nach dem Probelauf gegen Bayer auf 180 - auch Sponsoren wieder mit gutem Gewissen einladen kann. Gelsdorf mit einem energischen Signal in Richtung der Stollenschuh-Belegschaft. "Das Team ist in einem völligen Umbruch, das ist alles kein Wunschkonzert, ich will nicht hören, es sind zu viele Dänen oder zu viele Brasilianer." André Wiwerink ist ein Kandidat für den Abgang, genau wie auch Stefan Hoffmann. Einem Erwin Koen spricht Gelsdorf ausdrücklich das Vertrauen aus. "Wir bieten niemanden irgendwo an, haben auch keine Anfrage. Ich bin immer noch der Meinung, Erwin hat alle Voraussetzungen, in der Klasse zu bestehen." Wie gesagt, wenn man in Aue besteht, verstummen viele Diskussionen. Wenn RWE dann gegen Trier nachlegt, "sind wir in der Spur."Oliver Gerulat

Autor: og

Kommentieren