FC Schalke 04

Japaner ersetzt wohl Rafinha

15. Juli 2010, 13:57 Uhr

Atsuto Uchida will „schnell ein Deutscher werden“. Außerdem will er so schnell wie möglich in die Mannschaft und diesen Wunsch scheint ihn Magath zu erfüllen.

Fünf Jahre lang hat Rafinha auf Schalke den rechten Außenverteidiger gespielt. Nun scheint die Zeit des streitbaren Brasilianers endgültig abzulaufen.

Trainer Felix Magath ist von den ständigen Wechselabsichten des 24-Jährigen inzwischen so genervt, dass er Rafinha einen Nachfolger nun direkt vor die Füße gesetzt hat: Atsuto Uchida. Der Mann aus dem Land der aufgehenden Sonne hat nicht nur ein paar Brocken Deutsch mit ins Revier gebracht, sondern scheint, was die Wahl seiner Rückennummer angeht, auf Schalke Geschichte schreiben zu wollen. Uchida lief bereits bei seinem Debüt am Essener Uhlenkrug mit der 22 auf dem Rücken auf, die bekanntlich Torjäger Kevin Kuranyi vorher trug.

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Der erste Japaner auf Schalke trat passenderweise am Dienstag seinen Dienst in Gelsenkirchen an und hat auf wie neben dem Platz einen guten Eindruck hinterlassen. „Ich habe die Bundesliga schon vor meinem Wechsel zu Schalke beobachtet und hoffe, dass ich mich hier so schnell wie möglich akklimatisieren kann“, sagte Uchida artig bei seiner Vorstellung.
Weil Magath Japaner aufgrund ihrer technischen Fertigkeiten und hohen Leistungsbereitschaft schätzt, hat Uchida gute Chancen auf einen prompten Stammplatz in der S04-Elf. „Ich habe mit Japanern gute Erfahrung gemacht, zum Beispiel mit Makoto Hasebe in Wolfsburg. Atsuto hat in seinen jungen Jahren schon viele Erstligaspiele absolviert und ist Nationalspieler, auch wenn er bei der WM leider nicht zum Einsatz kam. Die körperliche Robustheit hat er sicher noch nicht, aber das kann man aufholen“, meint Magath.

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Uchida verzichtete nach dem für ihn frustrierenden Trip nach Südafrika extra auf seinen Urlaub, um rechtzeitig vor dem Trainingslager in Österreich in die Schalker Vorbereitung einsteigen zu können. Was für ihn spricht, ist auch sein Entschluss, nicht nach Düsseldorf ziehen zu wollen, wo eine große japanische Gemeinde ihre zweite Heimat hat.
Rafinhas Tage in Königsblau hingegen sind wohl gezählt, denn Magath scheint dem Stammverteidiger nur noch wenig Perspektive auf Schalke einzuräumen. „Rafinha kann auch links oder im Mittelfeld spielen“, hebt der S04-Manager an, um zu betonen: „Man weiß nicht, ob er noch einen Verein bringt, der ihn verpflichten will. Daher war es notwendig, Uchida für diesen Posten zu holen.“

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