03.05.2010

Bewegender Abschied

Tingas Rückkehr zum FC Internazional

Tinga brauchte nicht lange, um sich beim BVB-Anhang des Status des Publikumslieblings zu erarbeiten. Nach vier Jahren kehrt er nun in seine Heimat zurück.

S
chon vor der Partie des BVB gegen den VfL Wolfsburg brandete am Samstag lauter Jubel im Signal Iduna Park auf: Tinga, des BVB-Fans liebster Kilometerfresser, wurde von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc offiziell verabschiedet. Nach knapp vier Jahren im Dienste der Borussia verlässt der 32-Jährige am Saisonende Deutschland und verabschiedet sich in Richtung seiner Heimat Brasilien.

„Ich hatte eine Riesen-Gänsehaut, als die Fans so laut meinen Namen gerufen haben“, gestand der 98-fache Bundesligaspieler (neun Tore) nach der Partie, in der ihm kein Abschiedseinsatz vergönnt war: „Mein Herz hat gepocht wie verrückt.“

Seit seinem Dienstantritt in Dortmund im August 2008 zählte der defensive Mittelfeldspieler zu den Publikumslieblingen des BVB. Mit seinem kampfbetonten und leidenschaftlichen Spiel fand er rasch den Draht zu den schwarz-gelben Fans, die ehrliche Fußball-Arbeiter seit jeher schneller in ihr Herz schließen als technisch versierte, aber launische Ästheten.

Drei Jahre lang war er unangefochtener Stammspieler, auch in dieser Spielzeit begann er zunächst in der BVB-Kernzentrale. Nach dem siebten Spieltag - dem wichtigen 1:0-Erfolg in Gladbach - wurde er jedoch immer wieder von Verletzungen an der Leiste zurückgeworfen. Die 90 Minuten blieben - zumindest bis zum Spiel in Freiburg am nächsten Wochenende - seine letzten im Dress des BVB.

„Ich werde jetzt zurück nach Brasilien gehen und dort weiterspielen“, berichtete Dortmunds „Siebener“ am Samstag gut gelaunt: „Ich bin schließlich wieder fit.“ Für drei Jahre hat er deshalb beim FC Internazionale unterschrieben - bei dem Klub also, von dem er einst zur Borussia wechselte.

Autor: Matthias Dersch

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