05.03.2010

Neugründung

Alemannia Gladbeck folgt auf Germania

Nachdem Germania Gladbeck in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist, gründete sich mit dem DJK Alemannia Gladbeck nun ein neuer Verein im Osten der Stadt.

Dies bestätigte der neue erste Vorsitzende Günter Lill gegenüber Reviersport. Lill, bis vor zwei Jahren Jugendleiter bei Germania Gladbeck, nahm nach den großen Turbulenzen bei Germania das Heft in die Hand. Er gründete einen neuen Verein, der in Zukunft als DJK Alemannia Gladbeck geführt wird. Die konstituierende Sitzung hat bereits Anfang Februar stattgefunden, der Antrag auf Eintragung ins Vereinsregister liegt dem Amtsgericht Gelsenkirchen vor.
[infobox-right]Germania Gladbeck

Unterdessen kämpft die Germania, beziehungsweise das, was von ihr übrig geblieben ist, an allen Fronten. So sollen in der letzten Woche vermummte Beamte das Vereinsgelände durchsucht haben. Wer hinter der Durchsuchung steht - unklar.[/infobox]

"Wir wollen, dass es hier weiter geht, wollen weiter Sport treiben und dass die Kinder eine Beschäftigung finden", erklärt Günter Lill. Im direkten Umkreis des Vereins befindet sich eine Hauptschule und ein Kindergarten. Mit insgesamt vier Mannschaften will die Alemannia in der nächsten Spielzeit an den Start gehen. Eine Alte-Herren-Mannschaft, ein Senioren-Team sowie eine E- und eine D-Jugend werden aufgestellt.

Dabei ist das alte Anspruchsdenken aus Oberligazeiten der Germania verschwunden. "Wir fangen im unteren Bereich an, wollen als Gemeinschaft Fußball spielen, in der Geld keine große Rolle spielt", betont der neue Vereinsvorsitzende. Ihm zur Seite stehen Ralf Wanka als zweiter Vorsitzender sowie sein Sohn Martin Lill als Kassierer und Geschäftsführer Joachim Hanke. Ihm gilt laut Lill ein ganz besonderer Dank, kümmerte er sich doch um die zahlreichen Formulare und die Satzung der neuen Alemannia.

Um die weitere Vorgehensweise und die Ziele festzulegen, geht der Hauptvorstand Ende März in Klausurtagung nach Haltern. Besonders eine Frage muss noch geklärt werden: Wo wird die Alemannia zukünftig ihre Heimspiele austragen? Die alternativlose Lösung sieht die Sportstätte des DJK Germania am Krusenkamp vor. Einziges Problem dabei: Auch wenn Germania Gladbeck momentan keine Fußballspiel mehr austragen darf, haben sie noch die Benutzungsrechte für den Platz. Die Gespräche seien aber bereits aufgenommen. "Wir haben auch keine Alternative. Wir sind ein ortsgebundener Verein in Gladbeck-Ost und wollen das auch bleiben", macht Günter Lill deutlich.

Autor: Markus Päsler

Kommentieren