05.02.2010

SV Schermbeck

Avar Raza ist verpflichtet

Der SV Schermbeck rüstet noch einmal richtig auf. Nach Serkan Güngogan, Ervin Kalender und Drazen Savic ist noch ein Akteur aufgenommen worden.

Ab sofort wird auch Avar Raza zum Kader von Coach Martin Stroetzel gehören. Der Iraker, der mit einem Daueraufenthaltsrecht in Dänemark lebt, hat zuletzt den Zweitligisten BK Avarta und zuvor für die Reserve des FC Kopenhagen gespielt. Aber wie ist der Kontakt zum 22-jährigen Stürmer entstanden? „Ganz einfach, Ingo Anderbrügge hat ihn uns empfohlen“, berichtet Schermbecks „Boss“ Johannes Brilo. Der Ex-Schalker ist seit Kurzem Sportlicher Berater bei „players’ interests“.

Die Spielervermittlungsagentur des Rechtsanwaltes Ralf Bockstedte hat Raza unter Vertrag. Und Chef-Scout Jürgen Margref hat den Angreifer entdeckt. „Er soll wohl das Zeug für die Regionalliga haben“, erzählt Brilo. „Ingo hat unseren Hauptsponsor JC Eckart kontaktiert und so ist der Deal zu Stande gekommen. Welche Qualität Avar hat, kann man nach einem Training aber noch nicht beurteilen.“

Für den Verein hat es sich aber gelohnt, weil keine Kosten für den SVS entstehen. „Für beide Seiten besteht kein Risiko“, meint Brilo. „Avar bleibt bis zum Sommer und wird extern bezahlt. Wir haben eine weitere Alternative im Kader. Wenn er die Qualität hat, wird er spielen und uns helfen.“ Ob sie vorhanden ist, entscheidet aber einzig und allein Stroetzel. „Natürlich wird ihm das nicht vorgeschrieben“, betont Brilo, dass der Geldgeber keinerlei Druck auf den Coach ausüben wird.

Für Stroetzel ist das eine Selbstverständlichkeit. „Ich lasse mir von niemandem etwas vorschreiben, aber so weit wird es auch nicht kommen. Er muss sich ins Team arbeiten. Wenn einer mehr da ist, ist es okay, aber ob er sich durchbeißen kann, entscheidet die Qualität des Akteurs.“ Doch Stroetzel kann seinen jüngsten Neuzugang noch nicht beurteilen. „Das war eine ganz kurzfristige Geschichte. Ich kann über ihn noch nichts sagen, weil er erst eine Einheit mit der Mannschaft absolviert hat.“

Brilo ist sich indes völlig sicher, einen Coup gelandet zu haben. „Unter solchen Umständen muss man einfach zuschlagen. Wenn er nicht spielt, zahlen wir auch nichts. Solchen Sachen muss man als kleiner Verein einfach aufgeschlossen gegenüberstehen, auch wenn man noch nicht genau weiß, ob es sich um eine Verstärkung handeln wird.“

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