Sasic ist zufrieden
Milan Sasic ist zufrieden. Als sich der MSV am Samstag auf die Rückfahrt nach Duisburg gemacht hat, ist er mit einem guten Gefühl aus Bad Kreuznach abgereist.
„Die Jungs haben das, was ich sehen will, gezeigt“, lächelt Sasic, der vor dem Mittagessen noch eine Einheit abgespult hat. „Es ist nicht wichtig, wie viel man arbeitet, sondern was man daraus mitnimmt. Und die Jungs haben einen sehr guten Willen gezeigt, meine Vorgaben umzusetzen.“
Christian Tiffert musste das Trainingslager frühzeitig im Schmerzen im Sprunggelenk abbrechen.
Denn die Zebras wollen die Rückkehr in die Beletage nicht aus den Augen verlieren. „Vom Aufstieg zu sprechen, ist im Moment aber vermessen“, winkt Sasic ab. „Wir haben genügend Qualität, aber die Problematik sind die vielen Verletzten. Wenn alle Mann an Bord wären, stünde die Antwort fest. Doch so müssen wir erst einmal in die Spur kommen.“
Angesichts der dünnen Personaldecke und des Trainerwechsels drängt sich natürlich die Frage nach Neuzugängen auf. „Aber das ist es eine Sache der wirtschaftlichen, politischen und sportlichen Führung. Alle drei Instanzen müssen darüber sprechen“, hat sich Sasic (noch) keine Gedanken über Verstärkungen in der Winterpause gemacht. „Das ist auch nicht meine vorrangige Aufgabe, sondern es ist die, Fehler auszumerzen und die Mannschaft zu verbessern.“ Doch er schiebt ein: „Ich stelle nie Forderungen, sondern mache lediglich Vorschläge. Und darüber kann man sich dann in allen drei Instanzen unterhalten.“
Doch angesichts der „fruchtbaren Diskussionen bei der Spielanalyse des Ahlen-Matches“ sieht er keinen akuten Handlungsbedarf. „Das Camp war ein voller Erfolg“, fasst Sasic seine Eindrücke zusammen. „Für ein Wir-Gefühl muss man Regeln beachten. Das ist die Basis und das haben alle verstanden.“
Thorsten Richter