MSV: Herzog ist unzufrieden, Starke die Nummer eins
Der Kampf um die Nummer eins ist eigentlich keiner.
Denn Peter Neururer vertraut nach wie vor Tom Starke. Eine Situation, mit der Ersatzmann Marcel Herzog nur schwer klarkommt. „Ich sehe mich nicht als Nummer zwei“, macht der Schweizer aus seinen Gefühlen keinen Hehl. „Der jetzige Zustand ist sicherlich nicht befriedigend, aber mir sind die Hände gebunden.“
Marcel Herzog würde den MSV im Fall eines Angebotes verlassen.
Während die Verantwortlichen einem Transfer aufgeschlossen gegenüber stehen, wäre Starke nicht glücklich: „Natürlich kann ich Marcel verstehen, dass er unzufrieden ist. Aber wir beide pushen uns gegenseitig. Er fordert mich bei jeder Einheit heraus, sodass ich immer kämpfen muss. Das hat uns in den letzten Jahren beide nach vorne gebracht.“
Und auch Herzog bestätigt: „Wir verstehen uns gut und haben sicherlich kein Hass-Verhältnis.“ Doch Starke wird seinen Platz natürlich nicht freiwillig räumen: „Jeder fightet für sich. Ich gehe davon aus, dass ich in Erfurt zwischen den Pfosten stehen werde.“
Ein wahres Luxusproblem für Neururer. „Zwei so starke Torhüter zu haben, ist fantastisch“, schnalzt er mit der Zunge. Der Kampf ist jedenfalls klar für Starke entschieden.
Thorsten Richter