"Frag den Doc"
In unserer Kategorie "Frag den Doc'" stehen Eure und Ihre Fragen im Mittelpunkt. Dafür haben wir keinen geringeren als Dr. Joachim Schubert gewonnen.
Schubert arbeitete als Teamarzt für den Afrika-Vizemeister Kamerun und war in den 90er Jahren als Mannschaftsarzt beim VfL Bochum tätig war. Folge 17: Was ist zu beachten bei Schmerzen im Adduktorenbereich?
Zur Person:
Dr. Joachim Schubert (55), Mediziner aus Bochum mit dem Spezialgebiet Sportmedizin, betreut in seiner Praxis viele Leistungssportler, darunter auch zahlreiche Fußballprofis und etliche Amateur- und Breitensportler. Der schnelle interdisziplinäre Austausch mit hoch kompetenten Ärzten anderer Fachrichtungen ermöglicht eine optimale und erfolgsorientierte medizinische Betreuung seiner Patienten. Dr. Schubert ist Mannschaftsarzt der Fußball-Nationalmannschaft von Kamerun und bestreitet mit dem Team Qualifikationsspiele zur WM 2010 in Südafrika. Von 1989 bis 1999 war er Vereinsarzt des VfL Bochum und 2006 Mannschaftsarzt von Togo bei der Fußball-WM in Deutschland.
www.sportmedizin-schubert.de
Ein Physiotherapeut hat mich untersucht und mir für den Bereich Dehnübungen empfohlen. Die mache ich, aber die Schmerzen haben sich noch verstärkt, so dass ich die Schmerzen sogar in der Ruhestellung spüre. Ich höre so viele unterschiedliche Meinungen. Ist für mein Problem eher eine Dehnübung sinnvoll oder eine Stabilisierung für den Bereich in Form von vorsichtigem Krafttraining?
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Sven Masche
Hallo Herr Masche,
für eine korrekte Antwort liefern Sie leider zu wenig Informationen. Wichtige Infos wären Alter, Vorerkrankungen, Operationen etc. So kann ich Ihnen nur raten, sich von einem erfahrenen Sportmediziner untersuchen zu lassen. Wenn die Schmerzen so stark sind, dann sollten Sie vorsichtig sein, es kann sehr viel dahinter stecken: ein Leiden des Hüftgelenkes, eine Knochenhautentzündung am Schambein, eine Ansatzreizung der Adduktoren am Schambein u.a. Eine Empfehlung zu Dehnübungen kann ich Ihnen nicht geben. Erst die Diagnose - dann die Therapie!
Alles Gute für Sie, herzlichst Ihr
Dr. Joachim Schubert