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01.06.2009 Druckversion | Versenden

Vahid Hashemian macht „Miles and more“

Einmal um die ganze Welt


Dienstag Vormittag im Cafe Zentral.



Während RevierSport gerade Mergim Mavraj zum Interview-Termin gebeten hatte, schaut Vahid Hashemian plötzlich vorbei und hat viel Neues zu berichten. Denn außer einer kleinen Notiz auf der VfL-Homepage ist die Länderspieleinladung des Iraners völlig im Verborgenen geblieben. Dabei hat der Angreifer, der mit seinem Treffer gegen die Frankfurter Eintracht den VfL in der Liga hielt, in den nächsten Tagen eine Tour vor sich, die man getrost als „einzigartig“ bezeichnen darf. Hashemian: „Ich mache ein paar Länderspiele.“ Wie wahr.

Am Montag tritt er mit seinem Nationalteam zu einem Testspiel in China an. Am 6. Juni bestreitet er ein WM-Qualifikationsspiel im derzeit so „gemütlichen“ Nordkorea. Von dort geht es zum nächsten Quali-Spiel nach Teheran, wo man am 10.6. auf die Vereinigten Emirate trifft. Am 17.6. findet dann die dritte Quali-Begegnung in Südkorea statt. Hashemian: „Aus den drei Gruppenspielen brauchen wir sieben Punkte.“

Damit wäre Hashemians Odyssee noch nicht zu Ende. Denn der Stürmer weiß: „Der Erste und der Zweite qualifizieren sich direkt. Der Dritte macht ein Ausscheidungsspiel gegen den Dritten einer anderen Gruppe. Und der Sieger muss dann abschließend gegen Neuseeland ‚ran.“ Was nichts anderes bedeutet, als dass Vahid Hashemian in der Sommerpause möglicherweise auf mehr Einsatzminuten kommt als in der gesamten Rückrunde beim VfL. Trotzdem strahlt der Iraner nach einer relativ verkorksten Saison im VfL-Trikot: „Ich gebe in der kommenden Spielzeit richtig Gas. Das Spiel gegen Frankfurt war mein bestes. Es war wie eine große Befreiung. Für den Verein, aber auch für mich.“

Das Interesse an Hashemian im Iran kommt nicht überraschend. Denn just als sich Hashemian gegen Hannover und vor allem gegen Frankfurt endlich wieder seiner Normalform näherte, saß der iranische Co-Trainer, der in den Niederlanden arbeitet, auf der Tribüne des rewirpower-Stadions. Hashemian: „Ich weiß, dass ich in der vergangenen Spielzeit weit unter meinen Möglichkeiten geblieben bin. Aber ich will es noch einmal wissen.“ Keiner würde sich darüber mehr freuen, als die VfL-Fans, die sich wünschen, dass das Rotoren-Geräusch, das nach einem Hashemian-Treffer eingeblendet wird, häufiger zum Einsatz kommt. Nochmals „Hubschrauber“ Hashemian: „Die letzte Saison war sehr schwer für mich. Es kann nur besser werden.“

Günther Pohl




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