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RWE: Oberstadtdirektor Christian Hülsmann legt sich fest
Stadion-Beschluss kommt

Mit einer klaren Ansage kann man viel anfangen.

"Ich gehe stark davon aus, dass wir am 4. März im Rat den Beschluss für das neue Stadion fassen. Es gibt dort genug Fußballfans und die paar Schalker im Rat kriegen wir in den Griff. Der Grundsatzbeschluss steht ja." Der datiert vom November 2008. So legte sich Oberstadtdirektor Christian Hülsmann nachdrücklich auf der Podiumsdiskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Essen kontrovers" am Mittwoch-Abend im VHS-Bistro am Burgplatz fest. "Wir benötigen schon alleine deshalb ein neues Stadion, weil das alte zusammenbricht." Oder, wie es Thomas Strunz, Essens Geschäftsführer Sport, zwei Plätze neben Hülsmann ausdrückte: "Diese Spielstätte ist elementar für RWE. Wir freuen uns diese Basis."

Alles lief in der Volkshochschule unter dem Motto "Zittersieg in der Verlängerung". Hülsmann selbst war "als junger Beamter" schon Mitglied der Verhandlungskomission, als es damals um den Kauf des Georg Melches-Stadions ging. Im Rahmen von Wahlkampfaktivitäten gab es 1999 sogar einmal ein angedachtes Konzept für einen 200 Millionen DM-Bau.

Alles Vergangenheit, stellenweise Spinnerei, aktuell geht man von einer Dimension in Höhe von 32 Millionen Euro aus, sowie davon, dass es einen modulen Ausbau der neuen Arena mit vier Tribünen geben wird, die nach Fertigstellung einer ersten Baustufe knapp 20.000 Besuchern Platz bietet. Als Endwerk, dann wenn die vier Ecken des "Runds" ausgebaut, wird eine Kapazität von 40.000 angestrebt. Hülsmann: "Der Fehler in der Vergangenheit war, dass die Pläne immer wieder in der Schublade verschwanden."

"Diese Spielstätte ist elementar für RWE": Thomas Strunz. (Foto: mmb-pressebild)

2004 beschloss der Rat, 7,5 Millionen Euro beizusteuern. "Natürlich haben wir uns irgendwann gefragt, wo bleiben die anderen Sponsoren, da kam aber nichts", grübelt Hülsmann, "wir haben dann das Ruder übernommen." Dabei spricht Hülsmann davon, es plötzlich "mit einem Gesamtkunstwerk RWE" zu tun gehabt zu haben.

Die Finanzierung soll jetzt gestemmt werden, auch die Veräußerung der Essener Vorzeigeimmobilie "Handelshof" ist integriert, die rund 20 Millionen Euro bringen soll. Ein Veto des Regierungspräsidenten aus Düsseldorf kann es laut Hülsmann nicht geben, der in gleicher Größenordnung höchstens den Kreditrahmen für den Stadt kürzen kann, was aber über drei Haushalte bis 2011 abfangbar sein soll. "Wenn wir jetzt mit dem Bau anfangen, sollten wir ihn bis 2011 fertig haben", prognostiziert Hülsmann.

Auch unter Berücksichtigung, dass Essen mit der SG Schönebeck über einen Frauen-Bundesligisten verfügt, der sich in der Bel Etage gut positioniert hat. Strunz: "Auch unter Beachtung dieser Entwicklung ist das neue Stadion ein Signal."

Die Diskussionen mit Sponsoren laufen. Hülsmann nennt "vertrauliche Gespräche, die sehr positiv verlaufen." Die üblichen Verdächtigen wie Evonik, RWE oder Trimet sind dabei, die in der Vergangenheit natürlich fragten, was ihr millionenschweres Engagement eigentlich brachte. Hülsmann: "Es gab die deutliche Ansage, wäre die Stadt nicht dabei, würden Unternehmen nicht mehr antreten."

Der Willi Lippen-Platz bleibt als Trainingsstätte bestehen, ausgelagert wird auch in Richtung Bezirkssportanlage Seumannstraße. Dort gibt es Naturrasen, zusätzlich soll ein Kunstrasenplatz entstehen. Hülsmann: "Wir werden uns mit RWE abstimmen, wie das Verhältnis von Sitz- und Stehplätzen aussieht."

Im Rahmen der 1. Baustufe wird auch die Gesamtstatik darauf abgestimmt, "wenn notwendig eine Etage drauf zu setzen." Die neue Fantribüne wird im Osten liegen, die gegnerischen Anhänger finden ihre Heimat genau gegenüber. Der Blick über den Tellerrand ergibt weiter die Notwendigkeit, "in Essen auf Dauer von zwei Stadien auszugehen", wie Hülsmann bestätigt. Der Uhlenkrug wird renoviert, dort umfasst das angepeilte Volumen sechs Millionen Euro (Tribünenerneuerung und Kunstrasenplatz).

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