MSV: Anschluss an die Aufstiegsränge wiederhergerstellt
Nicht nur in den Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf war die Hölle los, auch in Duisburg herrschte Partylaune.
Mit einer echten Fußballgala setzte der MSV den Müchenener Löwen die Pappnase auf und schickte sie deutlich mit 4:1 (2:0) zurück in den Süden. „Das war Fußball“, strahlte Peter Neururer und schob nach: „Die Fans waren heute der zwölfte Mann. Aber leider waren nur 13.100 Zuschauer da, dabei haben wir ihnen doch auch Karneval pur geboten“.
„Das war ein super Pass von Marcel. Ich hatte wirklich nicht mehr viel zu tun“, lachte sich Kouemaha ins Fäustchen. Mit der sicheren Führung im Rücken kamen die Zebras aber überraschend vorsichtig aus der Kabine. Der TSV versuchte, kurzzeitig das Heft in die Hand zu nehmen, doch es sollte nur bei einem kurzen Strohfeuer für die sicher stehende MSV-Defensive um Abräumer Markus Brzenska bleiben. „Wir hätten mit einer breiten Brust raus kommen müssen“, monierte Neururer. „Das hat mir nicht so gut gefallen Aber nach unserem 3:0 hat die Mannschaft ihr wahres Potenzial gezeigt. Das war Fußball!“
Erneut der bärenstarke Tiffert war für die Vorentscheidung verantwortlich. Nach seiner präzisen Hereingabe auf Makiadi, der per Seitfallzieher das dritte Tor markierte, war die Messe gelesen. Zwar kamen die Münchener nur drei Zeigerumdrehungen später durch den frisch eingewechselten Manuel Schäffler zum Anschluss, aber die Hausherren ließen nichts mehr anbrennen.
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Nihai Trarache vollendete sein gelungenes Comeback mit einem Geniestreich. Der Heber setzte die gesamte Defensive der Gäste schachmatt und Kouemaha erzielte mit seinem dritten Treffer den 4:1-Endstand. „Dieser Pass war genial und er zeigt einfach, dass die Duisburger ein höheres Niveau besitzen als wir“, stellte Kurz resiginiert fest.
Während die Münchener mit hängenden Köpfen das Ruhrgebiet verließen, machte sich die Karvenalsstimmung in Duisburg weiter bemerkbar: Neururer, der seit nunmehr acht Spielen in Folge ungeschlagen ist, hält an seinem Aberglauben, nicht zum Friseur zu gehen weiter fest. „Ich werde jetzt jeden Tag hässlicher, aber das ist mir egal, die Mannschaft zeigt eine deutliche Entwicklung und nur das zählt. Ich habe den Jungs nun zwei freie Tage gegeben und darüber freuen sie sich wie Kinder. Aber meine Frau ärgert sich“, schmunzelte der MSV-Coach.
sid