Startseite » Fußball » Regionalliga » Borussia Dortmund

29.11.2008 Druckversion | Versenden

WORMS – BVB II 1:2 / Last-Minute-Sieg dank Vrancic

Comeback von Lars Ricken


Spannender geht es kaum: In einem echten Fußball-Krimi siegte die Zweitvertretung von Borussia Dortmund bei Wormatia Worms mit 2:1 (0:0) und erstürmte dank des zweiten Sieges in Folge den dritten Tabellenplatz.



Uwe Hünemeier hatte die BVB-„Bubis“ nach 86 Minuten mit 1:0 in Führung gebracht, doch wer dachte, die Partie wäre danach gelaufen, der irrte sich gewaltig. Denn die Wormser steckten nicht auf und kamen durch Marcel Gebhardts direkt verwandelten Freistoß zum verdienten Ausgleich (90.). Doch auch dabei sollte es nicht bleiben, weil Damir Vrancic in der dritten Minute der Nachspielzeit erneut Thorsten Müller im VfR-Kasten überwand.

„Man hat nach dem Wormser Ausgleich gemerkt, dass wir unbedingt mehr wollten. Und zum Glück ist es dann ja auch gut für uns ausgegangen. Genau das brauchten wir“, atmete ein glücklicher BVB II-Coach Theo Schneider auf, bevor er mit Blick auf die Vergangenheit feststellte: „In Kleve und Verl haben wir in der Schlussphase Treffer kassiert und mussten mit gefühlten Niederlagen nach Hause fahren. Gestern waren wir dann endlich mal das glücklichere Team.“

Die Wormser dagegen wurden durch die Niederlage in ihrem Höhenflug gestoppt und liegen weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Eine Tatsache, die umso bitterer erscheint, wenn man bedenkt, dass das Team von Trainer Berhard Trares gegen den BVB ihre bislang beste Saisonleistung abrufen konnte.

Schneider sah darin eine weitere Bestätigung für die Qualität seiner Elf: „In Worms herrschte eine Rieseneuphorie, denn die Mannschaft hat sich seit Wochen im Aufwind befunden. Von daher war es wichtig, dass wir den Kampf angenommen haben.“

Dank des Dreiers können die Borussen nun ihrerseits mit reichlich Rückenwind in die beiden „Highlight-Spiele“ gegen Münster und in Essen gehen. Und so betonte dann auch der BVB II-Linienchef zufrieden: „Wir waren in einer Drucksituation und mussten die Partien gegen Cloppenburg und Worms unbedingt gewinnen. Das ist uns gelungen. Jetzt wollen wir die Serie gegen die Preußen fortsetzen.“

Dabei helfen könnte ein Spieler, mit dem kaum noch jemand rechnete: Lars Ricken. Der Routinier, beim BVB mittlerweile auch als Jugendkoordinator tätig, gab in Worms sein Saisondebüt und hielt eine knappe Stunde durch.

„Für Lars wäre es sicher besser gewesen, wenn wir auf einem vernünftigen Untergrund und nicht auf einem Sandplatz gespielt hätten“, schmunzelte Schneider über die nicht gerade optimalen Bedingungen im Wormatia-Stadion, bevor er seinen Routinier ausdrücklich lobte: „Für ihn ist es sehr wichtig, dass er Spielpraxis sammelt. Lars hat so lange gespielt, wie die Kräfte gereicht haben und sich dabei genauso reingebissen wie die anderen.“

Matthias Dersch




© RevierSport online GmbH | Impressum | Datenschutz