Ob ich verroste und verkalke: Der S04-Fanblog
Die Spielzeit ist seit fast einer Woche gelaufen. Komischerweise habe ich bisher gar keine richtige Lust gehabt, eine umfassende Saisonanalyse zu betreiben. Deshalb habe ich mich für die knappste aller möglichen Ausgaben entschieden.
"OK" - dieses, nur zwei Buchstaben lange, Fazit beschreibt die abgelaufene Runde rein sportlich betrachtet wohl schon fast zureichend. Auf das "Drumherum" bin ich auch schon während des aktuellen Spielbetriebs eingegangen, also warum sich nicht mal der heimlichen Leidenschaft aller Fußballfreunde zuwenden? Einem Blick in die Welt der Zahlen und Statistik.
Zurück zur magischen Zahl 68. Mit so vielen Punkten wären die Knappen zum einen schon am vergangenen Samstag sicher Gäste an den saftigen Fleischtöpfen der UEFA gewesen. Zum anderen hätte dann der Blick auf die ewige Bundesliga-Tabelle jedem Schalker in der nun folgenden Sommerpause ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. 1904 Punkte stünden dann dort auf unserer Habenseite. Jetzt ist es an Fred Rutten, die noch fehlenden, popeligen vier Pünktchen möglichst in den ersten beiden Partien der 46. Bundesligasaison einzusammeln.
Ruttens Bangen am 1. August
Der 45-Jährige hat momentan jedoch wohl andere Sorgen. Vielleicht auch die, dass er nicht mit seinem neuen Klub in der 3. Runde der Champions League-Qualifikation ausgerechnet gegen seinen alten Arbeitgeber ran muss. Denn dann müsste Rutten quasi die Arbeit seiner letzten Jahre für Enschede mit dem eigenen, jetzt blau-weißen Hintern wieder umschmeißen. Das wäre eine völlig verrückte Konstellation – aber auch eine Geschichte, so richtig wie für die Annalen unseres Vereins erdacht.
Bis zur Auslosung am 1. August ist jedoch noch eine EM-Endrunde zu spielen. Und was daneben noch an kleinen Sommerlöchern bleibt, darf traditionell mit den schönsten Kreationen aus der Küche der Transfergerüchte zugestopft werden. Ich meine, den Engelaar in Wanne schon beim Brötchen holen gesehen zu haben...
Elmar Redemann