Ob ich verroste und verkalke: Der S04-Fanblog
Meine einzige Verbindung zu dem letzten Schalker Meistertitel vor nun fast genau 50 Jahren besteht in einem für die Epoche typischen Fanutensil in meinem Besitz. "Oppa Kinold", ein älterer Herr aus der Nachbarschaft und waschechter Schalker hatte mir als Knirps vor Jahren ein Bierglas mit den Namen der Meistermannschaft von '58 geschenkt. Schon ein paar Wochen vor dem Jubelfest erhebe ich mein Glas auf Kreutz, Klodt und Co.
Denn so ein rundes Jubiläum ist allemal ein Grund zu Feiern. Komischerweise sieht das sogar die rivalisierende Anhängerschaft aus Dortmund so. Gut, ich mache den Ironie-Modus mal wieder aus. Die Königsblauen werden der siebten Meisterschaft auch in dieser Saison keine achte folgen lassen. Daran besteht nach dem 30. Spieltag nun kein Zweifel mehr. In diesem Sinne schicke ich hiermit meinen hochoffiziellen Gratulationsgruß zum gefühlten 250. deutschen Meistertitel in die bayrische Landeshauptstadt.
Für Schalke geht es in den letzten vier Spielen darum, aus einer guten noch eine sehr gute Spielzeit zu machen. Die "Champions League-Qualifikation-Qualifikation" ist so gut wie in trockenen Tüchern, Platz zwei ohne die Nervenprobe eines Play Off-Vergleichs wäre natürlich noch viel besser. Außerdem wäre die neunte Vizemeisterschaft meines Erachtens nationaler Rekord, zumindest wenn man die Errungenschaften von Carl Zeiss Jena zu DDR-Zeiten außer Acht lässt.
Die Knappen-Reserve steigt auf
Ein anderer Erfolg ist schon Realität: Die Schalker Reserve ist in der nächsten Saison Regionalligist. Daran, dass die dann vierthöchste Spielklasse 2008/09 dreigleisig ist, muss ich mich noch gewöhnen. Meinen Glückwunsch an Sven Kmetsch und seine Schützlinge. Dass ein funktionierender Unterbau auch für die Knappen essenziell ist, wussten wir Fans ja schon immer. Nicht nur, wenn mal kurzfristig ein fähiger Interimstrainer gebraucht wird.
Elmar Redemann