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Schalke: Profitraum rückt für Zambrano und Wassi näher

Trikot von Idol Guerrero

Wie ein Groupie drückte sich Carlos Zambrano am gestrigen Samstag nach dem Bundesliga-Match des FC Schalke gegen den Hamburger SV (1:1, siehe Seiten 3-6!) in den Katakomben der Veltins-Arena herum. Der U19-Kicker war wie Dominique Wassi aufgrund der großen Verletzungsmisere im S04-Lizenzkader von Chef-Coach Mirko Slomka hochgezogen worden. Für die beiden Junioren ein großer Tag, auch wenn sie 90 Minuten lang auf der Bank saßen und ihnen der erste Einsatz in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse (noch) verwehrt blieb.


"Ich war den ganzen Tag über total nervös", gab Stürmer Wassi nachher zu. "Unser Trainer Norbert Elgert hat mir schon am Mittwoch gesagt, dass ich am Samstag im Profikader sein würde. Ab Donnerstag haben wir mit der Mannschaft trainiert, das ist schon eine ganz andere Qualität", erzählte der Kameruner. "Das Spiel ist viel schneller als in der A-Jugend. Es wäre toll, wenn ich dort hin kommen würde", würde Wassi Luftsprünge machen, wenn ihm Schalke einen Profivertrag anbieten würde.

Zambrano hatte seinen großen Auftritt nach dem Abpfiff, als er zwischen der Heim- und Gästekabine herumlungerte, ehe er das, worauf er gewartet hatte, in den Händen hielt: das Trikot von Paolo Guerrero. "Es war etwas ganz besonderes für mich, das Shirt von meinem Idol ergattert zu haben. Paolo ist einer der berühmtesten Spieler Perus, ihn kennt dort jeder", kam für Zambrano die große Bescherung schon sechs Wochen vor Weihnachten.

Ob er und Wassi bald das ganz große Los ziehen dürfen und mehr als nur zum Auffüllen des dezimierten Kaders reichen, das wird die Schalker Vereinsführung erst Anfang nächsten Jahres entscheiden. Bis dahin werden sich die beiden Nachwuchskicker wohl auch an die Regeln im Profifußball gewöhnt haben. Gestern gaben sie unfreiwillig ein komisches Bild ab, nachdem Slomka mit der Hereinnahme von Fabian Ernst, Carlos Grossmüller und Mimoun Azaouagh sein Auswechsel-Kontingent bereits erschöpft hatte. "Ich wusste gar nicht, dass in der Bundesliga nur drei Mal ausgewechselt werden darf", gab Zambrano hinterher ein wenig verlegen zu. "Deswegen haben wir uns auch weiter warm gelaufen, nachdem schon drei Spieler hereingenommen wurden. In der A-Jugend darf ja vier Mal gewechselt werden."

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