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Pokalfinale
Viktoria Köln gewinnt Krimi gegen Aachen

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Foto: Thorsten Tillmann

Viktoria Köln gewinnt das FVM-Pokalfinale gegen Alemannia Aachen mit 2:0 nach Verlängerung und zieht damit in die erste Runde des DFB-Pokals ein.

Kaum hatte der Ball die Torlinie überschritten, rannte Mike Wunderlich gefolgt von seinen Teamkollegen in die Kurve. Hin zu seinen Fans. Als ob der Fußballgott ihm diesen Moment infolge seiner vorherigen Verletzung vorbehalten hätte. Ausgerechnet Wunderlich, der Mann, bei dem Trainer Olaf Janßen noch zu Wochenfrist noch nicht sagen konnte, ob er wirklich würde spielen können. Er setzte vor den 4.578 Zuschauern den Schlusspunkt unter ein teilweise hochklassiges Duell im Bonner Sportpark.

Unter ein Spiel, in dem die Viktoria von Beginn an das Geschehen bestimmte, sich aber dennoch zunächst nur zaghaft in den Strafraum der Aachener vorarbeiten konnte. Schon im Vorfeld der Partie hatte Aachens Trainer angekündigt, dass er sein Team in diesem Spiel defensiver aufstellen würde. Eine Maßnahme, die aufging. Wenn auch nur beschränkt, denn dadurch ergaben sich nur wenige Torraumszenen und die Alemannia konnte nur vereinzelt Nadelstiche setzen. Der Zug war auch der vorausgegangenen 0:4 Pleite im Nachholspiel auf dem Tivoli geschuldet. „Wir wollten eine andere Leistung bringen als im Nachholspiel. „Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat, kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Kilic.

Das Spiel nahm erst so richtig in der zweiten Halbzeit sowie in der Verlängerung Fahrt auf. Chancen im Minutentakt. Gekrönt von einer Dreifachchance für die Alemannia durch Kai Bösing. Doch wie so häufig. Wer die Tore nicht macht, wird am Ende bestraft. So auch die Alemannia. Nur zwei Minuten später gelang Sven Kreyer das 1:0. „Natürlich hat uns das Tor unheimlich geholfen. Ein kleiner Schlüsselmoment. Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft“, resümierte Janßen.

Am Ende wurde es dann doch nochmal richtig ungemütlich und unschön. Nicht nur auf dem Spielfeld, sondern vor allem auf den Rängen. Nachdem es im Mittelkreis zu einer Auseinandersetzung zwischen Mickels und Timm Golley gekommen war, sah der Aachener Mickels Rot. Daraufhin versuchten einige Aachener Anhänger den Rasen zu stürmen. Letztendlich konnte aber auch diese Situation rasch beruhigt werden.

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • neigefraiche 22.05.2018 04:34 Uhr
    Ein versöhnlicher Abschluss, den sich die Mannschaft mehr als verdient hat. In dieser Saison gab es für Viktoria besonders viele Nackenschläge, die gerade das Team als Team immer wieder wegzustecken hatte. Die Mannschaft hat diese Herausforderung angenommen, das beste daraus gemacht: das nötigt Respekt ab! Großen Respekt!

    Angefangen beim ungeplanten, zur Unzeit vollzogenen Trainerwechsel, die damit einhergehende längere und nicht optimal-erfolgreiche Anpassungsphase an das neue Trainergespann, über die witterungsbedingten Spielausfälle, die Viktoria in ein Saisonfinale mit 8 energiezehrenden englischen Wochen zwangen, über den nervenaufreibenden Zweikampf mit dem KFC, der unter weniger widrigen Bedingungen für Viktoria leichter und erfolgreicher ausgefallen wäre, und über verletzungsbedingte Ausfälle von Schlüsselspielern wie Wunderlich (2x), Eichmeier, Golley und Reiche vor und während Schlüsselspielen, bis hin zu zwei knüppelharten, derby-behafteten Pokalspielen über die volle Distanz nach einem ohnehin schon knüppelharten Saisonfinale mit ungünstigem, belastenden Ausgang.

    Trotz aller widrigen Umstände hat die Mannschaft Moral bewiesen und sich durchgebissen, und das Minimalziel Einzug in den DFB-Pokal bravourös erreicht. Mich als Fan bewegt dies, habe höchste Hochachtung vor jedem einzelnen im Team, samt Trainer OJ. Und vor MW, der nach seiner Verletzung frühzeitig zum Team zurückfand um es im knüppelharten (physisch wie mental) Pokalfinale zu unterstützen. Ein vorbildlicher Kapitän.

    Möge die nächste Saison, in der erstmals nach langer Zeit der RL-Meister wieder zum direkten Aufstieg berechtigt ist, Viktoria das Meisterstück gelingen: der Verein als ganzes hat es sich nach 8 Jahren harter und in vielen Phasen bemerkenswert erfolgreicher Arbeit verdient!


    Zuletzt modifiziert von neigefraiche am 22.05.2018 - 05:04:46
  • phil2610 22.05.2018 08:37 Uhr
    Die Viktoria wird im nächsten Jahr direkt aufsteigen, WETTEN
  • Taktlos 22.05.2018 09:58 Uhr
    Tut mir Leid für den Depta, super Spiel gemacht. Hoffentlich verliert der Wernze bald das Interesse und diese Truppe von Unsympathen nimmt ihre 5 Fans mit und verkriecht sich wieder in das Loch aus dem sie kamen.
  • joodenaach 22.05.2018 10:43 Uhr
    Spiel hat wieder gezeigt das Ballbesitz nicht alles ist. Bei gefühlt 80% Ballbesitz der Viktoria (mit einigen wenig guten Torchancen) hätte dennoch Aachen den Sack vorher zumachen müssen. Führungstreffer natülich kurios. Sieg aber über 120 Minuten völlig verdient.
  • kfc.fan 22.05.2018 13:01 Uhr
    Glückwunsch ins rechtsrheinische Köln, Ihr habt verdient gewonnen und seit Pokalsieger geworden. :-)

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