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Zu früh gebucht
Schalke-Fans trotz Halbfinal-Aus in Berlin

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Foto: Christian Brausch

Die Stimmung steigt vor dem Pokalfinale zwischen Bayern München und Eintracht Frankfurt am Samstag um 20 Uhr im Olympiastadion. Unter den feiernden Anhänger sind auch Schalker auszumachen.

Die Frankfurter sind zum zweiten Mal in Serie im Finale in Berlin. Anders als im letzten Jahr versammelten sich die Eintracht-Fans an der Gedächtniskirche, um sich dort auf die Partie gegen den Rekordmeister einzustellen. Im letzten Jahr war das noch der Treffpunkt der Dortmund-Anhänger. Und es war bereits um die Mittagszeit rappelvoll. Aus den Boxen dröhnten Schlager und Eintracht-Lieder, die Stimmung wurde von Minute zu Minute besser, besonders wenn es Sprechchöre gegen die Bayern gab.

Etwas anders sah es im Lager der Bayern aus. Treffpunkt war am Alexanderplatz. Der ist größer als der Platz an der Gedächtniskirche, er war auch gut gefüllt, aber die Stimmung wie bei den Frankfurtern kam zu keinem Zeitpunkt auf. Vielleicht sind die Bayern zu satt, zu erfolgsverwöhnt. Es beschlich einen das Gefühl, dass die Berlin-Ausflüge eine gewisse Normalität bekommen hätten.

Das wäre beim Anhang des FC Schalke 04 sicher anders. Die hätten – egal welchen Platz – in eine blau-weiße Partymeile verwandelt. Doch da hat Eintracht Frankfurt nicht mitgespielt. Im Halbfinale gab es für die Königsblauen eine schmerzhafte 0:1-Heimpleite gegen die Mannschaft von Trainer Nico Kovac.

Doch das hat den einen oder anderen Fan nicht daran gehindert, nach Berlin zu reisen. Denn die Fahrt wurde vor dem Halbfinale geplant – alles in der Hoffnung, dass Schalke Frankfurt schon besiegen würde. Es kam anders, nun sehen die Schalker ein aus ihrer Sicht neutrales Spiel. Wie Christian Knippschild. Der fuhr bereits am Freitag mit dem Zug an, verfolgt das Spiel – wie ursprünglich geplant – mit einem Kollegen Markus Lehmann, der Bayern-Fan ist.

Beide waren vor den Halbfinals optimistisch. Bayern musste nach Leverkusen – setzte sich auch durch. Schalke verlor gegen Frankfurt. Die gute Laune lässt er sich dennoch nicht nehmen. Knippschild sagt: „Warum auch? Jetzt verbringe ich ein schönes Wochenende in Berlin. Auch wenn es natürlich noch etwas schöner wäre, wenn Schalke spielen würde. Aber so ist es jetzt eben.“

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  • Shels 19.05.2018 19:51 Uhr
    Naja S-Freund eben. Mal kurz eine wahre Geschichte nachdem Pokalfinale 2011. Es ist gegen Mitternacht nach dem Endspiel, Mitten in Berlin an einem lauwarmen Abend in einem typischen Biergarten. Auf der einen Seite Leute, die sich angeregt unterhalten. Auf der anderen Seite Leute, die angestrengd ihr Getränk anstarren. Dann steht einer der lustigen Gruppe auf und sagt zu den anderen "Mensch ihr hab doch heite den Pokal gewonne! Was ist los mit euch?" Dreht sich um und unterhält sich weiter mit Zebras, die er an diesem Abend er kennengelernt hat. Sagt alles aus über köningsblaue Emotion. Die ist ganz tief im Stollen vergraben.
  • Schullek 19.05.2018 20:04 Uhr
    Vllt. waren die Jungs enttäuscht, dass es kein Endspiel gab, sondern einfach nur eine Demütigung einer Gurkentruppe ???

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