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Legende Erwin Koen
Co-Trainer bei RWE? "Wäre ein Traum"

(14) Kommentare
Foto: Firo

Am Pfingstmontag (17 Uhr, Stadion Niederrhein) trifft Rot-Weiß Oberhausen im Niederrheinpokal-Finale auf Rot-Weiss Essen. Erwin Koen fiebert mit seinem Ex-Klub RWE mit.

Wenn Erwin Koen (39) auf das Derby zwischen RWO und RWE angesprochen wird, ist er mit seinen Gedanken rasch im Jahr 2005. Am 29. Spieltag der 2. Bundesliga empfing sein Verein Rot-Weiss Essen den Stadtrivalen vor 19.000 Zuschauern im Georg-Melches-Stadion. Volle Hütte. Flutlicht. Abstiegskampf. In der 26. Minute hatte der Publikumsliebling der Essener einen großen Auftritt. Der Niederländer nahm einen Fehlpass von RWO-Torwart Oliver Adler knapp 40 Meter vor dem Oberhausener Tor auf. Koen zog mit seinem gefürchteten linken Fuß sofort ab und überwand Adler mit einem traumhaften Heber ins rechte Tordreieck. Der RWE-Stürmer ließ die Hafenstraße kochen. "Das war eines meiner schönsten Tore", erinnert sich Koen.

Der 39-Jährige trug zwischen 2000 und 2005 das Trikot der Bergeborbecker. Koen eroberte die Herzen der Fans nicht nur dank seiner 36 Tore, die er in 145 Spielen für den Traditionsverein erzielte. Der Linksaußen war ein unermüdlicher Kämpfer. Noch heute wird er dafür in Essen freundlich auf der Straße gegrüßt. Sofern seine Trainertätigkeit beim niederländischen Landesligisten V.V. Eldenia einen Besuch im Ruhrgebiet zulässt.

Vor dem Pokal-Schlager in Oberhausen hat Erwin Koen mit RevierSport über seine Derby-Erinnerungen, die sportliche Entwicklung bei RWE und über eine mögliche Rückkehr an die Hafenstraße gesprochen.

Erwin Koen, werden die RWE-Fans Sie am Montag im Stadion Niederrhein begrüßen dürfen?
Erwin Koen: Das klappt leider nicht. Ich befinde mich mit meiner Mannschaft mitten im Aufstiegskampf. Aber ich werde das Spiel selbstverständlich auf dem Schirm haben. So wie alle Spiele von RWE.

Dann können Sie uns sicher schildern, wie Sie die abgelaufene Regionalliga-Saison von RWE bewerten.
Zunächst einmal sollte man mit einbeziehen, dass am Montag noch ein ganz wichtiges Spiel ansteht. Es geht um den Einzug in den DFB-Pokal. Da ist sehr viel Geld im Spiel. Geld, das auch in neues Personal investiert werden kann. Zudem wäre ein lukratives Los eine tolle Sache für die Fans und den Verein. Wenn das klappt, ist das mehr als ein Trostpreis.

Für eine enttäuschende Saison...
Natürlich war das nicht der Anspruch von Rot-Weiss Essen. Die Fans haben wie in den letzten Jahren viel gelitten. Aber ich denke, dass es mit Karsten Neitzel wieder aufwärts geht. Die Mannschaft hat sich stabilisiert, die Ergebnisse und das Auftreten stimmen wieder. Diesen Schwung muss RWE, hoffentlich in Verbindung mit dem Pokal-Sieg, in die neue Saison nehmen. Denn der direkte Aufstieg ist eine super Chance für Rot-Weiss Essen.

Je voller das Stadion war, desto motivierter war ich. Den Fans ist wichtig, dass man immer alles gibt. Dass man sich den Arsch aufreißt. Genau das habe ich immer getan.

Erwin Koen

Trauen Sie dieser Mannschaft ernsthaft zu, im nächsten Jahr aufzusteigen?
Natürlich! Die Mannschaft ist stark genug und sie ist viel besser, als es ihr Tabellenstand vermuten lässt. Im letzten Jahr gab es einfach zu viel Chaos, vor allem durch die Trainerwechsel. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass RWE viel mehr kann. Mir gefällt auch die Maßnahme, dass Waldemar Wrobel und Frank Kurth in den Aufsichtsrat berufen wurden. Das sind rot-weisse Jungs. Im sportlichen Bereich muss ein klarer Plan her und die ständige Unruhe darf nicht mehr auftreten. Die gab es zuletzt leider jedes Jahr. Wenn das gelingt, ist mit diesem Fan-Potenzial alles drin.

Aber gerade die Fans waren in der letzten Saison auch ein Hemmschuh. Es gab sogar einen Stimmungsboykott.
Die Stimmung war sehr negativ. Das habe ich mitbekommen. Die Leute haben gemerkt, dass es nicht rund läuft. Es stimmte in vielen Bereichen nicht. Der Verein sollte künftig aber auch auf die Spielertypen schauen. Wer einen Vertrag bei Rot-Weiss Essen unterschreibt, muss wissen, dass es auch negative Reaktionen geben kann. Natürlich ist es gerade für junge Spieler nicht leicht, wenn man ausgepfiffen wird. Aber das muss man wissen und damit umgehen können. Eigentlich sollten die Fans nie ein Problem sein. Ich habe die Power der Fans immer mitgenommen. Je voller das Stadion war, desto motivierter war ich. Den Fans ist wichtig, dass man immer alles gibt. Dass man sich den Arsch aufreißt. Genau das habe ich immer getan. So wurden einem auch Niederlagen verziehen. Deshalb mögen mich alle in Essen noch. Ich denke, Marcel Platzek ist ein ähnlicher Spielertyp. Auch er gibt immer alles. Die Fans honorieren das.

Die Fans würden es sicher begrüßen, wenn einer wie Sie zur Hafenstraße zurückkehrt. Ist das in irgendeiner Form realisierbar?
Das weiß ich nicht. Ich sehe meine Zukunft im Trainergeschäft. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und ich bin auf diesem Gebiet sehr ambitioniert. Eine Aufgabe bei RWE, zum Beispiel als Co-Trainer, wäre natürlich ein Traum. Ich habe dieses Trikot immer mit großem Stolz getragen, auch zuletzt bei der Traditionsmannschaft. Aber konkrete Gespräche bezüglich einer Tätigkeit hat es noch nicht gegeben. Grundsätzlich würde ich aber lieber in Deutschland als in Holland als Trainer arbeiten.

Warum?
Die Mentalität in Deutschland gefällt mir einfach besser. Die Trainer genießen ein höheres Ansehen. In Holland gibt es oft Widerworte. Viele Dinge werden kommentiert. Die Spieler in Deutschland haben eine professionelle Einstellung. Das hat mir schon zu meiner aktiven Zeit gefallen.

Kommen wir zurück zum Derby RWO gegen RWE. Was macht den Reiz dieses Duells aus?
Wenn ich mit Essen auf RWO getroffen bin, waren das immer tolle Spiele. Das Stadion war voll, es ging immer zur Sache. Am Montag ist es auch noch ein Endspiel um den Einzug in den DFB-Pokal. Etwas schöneres kann es eigentlich nicht geben.

Wir wissen, dass Sie RWE die Daumen drücken. Aber ganz objektiv: Wer wird dieses Spiel gewinnen?
Meiner Meinung nach stehen die Chancen 50/50. Es wird ein ganz enges Spiel. Mike Terranova leistet in Oberhausen sehr gute Arbeit. Aber auch Karsten Neitzel macht einen guten Job. Aufgrund der letzten Wochen sehe ich RWE ganz leicht im Vorteil, obwohl RWO Heimvorteil hat. Essen hat Selbstvertrauen getankt. Das sollte sich auszahlen.

(14) Kommentare

Regionalliga West

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
11 SV Straelen 0 0 0 0 0:0 0 0
12 Rot-Weiß Oberhausen 0 0 0 0 0:0 0 0
13 Rot-Weiss Essen 0 0 0 0 0:0 0 0
14 1. FC Köln II 0 0 0 0 0:0 0 0
15 Viktoria Köln 0 0 0 0 0:0 0 0
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
11 SV Straelen 0 0 0 0 0:0 0 0
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15 Viktoria Köln 0 0 0 0 0:0 0 0
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11 SV Straelen 0 0 0 0 0:0 0 0
12 Rot-Weiß Oberhausen 0 0 0 0 0:0 0 0
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Rot-Weiss Essen

01 A
SV Rödinghausen
Samstag, 28.07.2018 14:00 Uhr
-:- (-:-)
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SV Rödinghausen
Samstag, 28.07.2018 14:00 Uhr
-:- (-:-)

Torjäger

Rot-Weiss Essen

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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  • RWEimRheingau 18.05.2018 22:29 Uhr
    Erwin Koen Fußballgott! So ein Spielertyp fehlt uns und er hat recht, wenn er sagt, dass Platzek auch einer ist der sich immer den Arsch aufreißt!
    Fragt sich nur wer noch!
  • mistfink 18.05.2018 22:48 Uhr
    Koen war einer und hat das beste draus gemacht; wird heute noch zurecht verehrt....Koep hätte in seine Stiefel steigen können, ist aber dem Kommerz gefolgt. Perfekter läßt sich der Verfall des Fußballs der letzten Jahre, selbst auf niedriger Ebene, nicht darstellen. Die Wahl zwischen lokalem Fußballgott und voller Geldbörse scheint heute eine andere zu sein, als vor 10 Jahren noch......
  • rotweissliebe 18.05.2018 22:58 Uhr
    Ich brauche den Käskopp nicht mehr bei uns, er hat zum Niedergang genug beigetragen, aber das wird gerne vergessen, ich habe es nicht vergessen! Trainiere schön weiter in Holland.....
  • BOT-S04 18.05.2018 23:13 Uhr
    War ein toller Spieler. Habe ihn auch gerne gesehen. Und gerade mit dem Video merk ich erst mal, wie viel sich in 10-15 Jahren getan hat. Leider zum negativen beim Ruhrgebietsfußball
  • Red-Whitesnake 18.05.2018 23:18 Uhr
    Zitatgeschrieben von rotweissliebe

    Ich brauche den Käskopp nicht mehr bei uns, er hat zum Niedergang genug beigetragen, aber das wird gerne vergessen, ich habe es nicht vergessen! Trainiere schön weiter in Holland.....


    Ich kann mich da auch noch gut erinnern.
    Sein Transfer nach Aachen wurde bekannt gegeben, kurz darauf fehlte er zufällig beim Spiel gegen Aachen.
    Dann kam das Finale in Ahlen.

    Egal, Schwamm drüber... wir hatten schon viel, schlimmere Vögel in unseren Farben.
    Habe ihn trotzdem immer gerne gesehen.
    Der hatte das GMS mit Zuschauer im Griff. Ob uns oder die Gästefans Lachen
  • Gutessen 18.05.2018 23:27 Uhr
    Auch wenn da was micht i. o. gewesen war. Sein Herz hängt an RWE und das zählt. reißt sich ja auch in der Traditionsmanschaft für RWE den Arsch auf.
  • rotweissliebe 19.05.2018 00:32 Uhr
    Ja es ist schön das der Mensch vergesslich ist...... und er reisst sich also in der TM den Arsch auf? :-) :-) :-) Und sein Herz hängt an RWE :-) :-) :-) sehr sehr naiv..... der Heini sucht seinen Vorteil, und sonst nichts. Ja, ich war damals im Wersestadion, umd ich hoffe, ich sehe diesen Spinner und Verräter nie wieder bei uns
  • RWEimRheingau 19.05.2018 07:46 Uhr
    Ja, jeder braucht ein Feindbild, insbesondere der geneigte RWE-Fan kommt ohne nicht klar!
  • Red-lumpi 19.05.2018 08:22 Uhr
    Erwin Koen Fußballgott, komm nach Hause!!!
  • Zebrahater 19.05.2018 09:12 Uhr
    Den Erwin sofort als Co Trainer einstellen und die Luftpumpe
    Wolters an die Wedau entsorgen!
  • Ronaldo 19.05.2018 10:33 Uhr
    merkt RS eigentlich gar nicht, was für ein Stuss da geschrieben wird???

    ".....am 29. Spieltag 2005 empfing Rot Weiss Essen den STADTRIVALEN....."

    Mal eine ganz neu e dumme Variante, RWO war Stadtrivale.......LOOOOOL!!
  • Red-lumpi 19.05.2018 11:10 Uhr
    Zitatgeschrieben von Ronaldo

    merkt RS eigentlich gar nicht, was für ein Stuss da geschrieben wird???

    ".....am 29. Spieltag 2005 empfing Rot Weiss Essen den STADTRIVALEN....."

    Mal eine ganz neu e dumme Variante, RWO war Stadtrivale.......LOOOOOL!!


    Danke. Bis heute hatte ich angenommen, das Oberhausen ein Stadtteil von Essen ist, quasi Essen-Oberhausen! Schade, wird vielleicht irgendwann.....
  • faser1966 19.05.2018 12:21 Uhr
    Ne ne, ist schon richtig, jede Stadt hat sein Ghetto, lol.

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