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Auch Fährmann kann Mertesackers Ängste nachvollziehen

(7) Kommentare
Ralf Fährmann, Ralf Fährmann
Foto: Sebastian Konopka

Schalkes Torwart Ralf Fährmann kann die Äußerungen von Weltmeister Per Mertesacker am zunehmenden Leistungsdruck im Profifußball verstehen.

Auf Nachfrage der WAZ erklärte Fährmann am Mittwoch: „Ich hab schon einmal im Spaß gesagt: Wenn man als Fußballer in der letzten Minute den Siegtreffer macht oder einen Elfmeter hält, dann wirst du von 150.000 Schultern getragen. Wenn du aber einen Fehler in der letzten Minute machst, dann hast du das Gewicht dieser 150.000 Schultern auf deiner eigenen Schulter lasten. Das ist einfach etwas, womit wir in jedes Spiel gehen, und je mehr Gedanken man sich macht, desto tiefer wird der Sog.“ Auch Fährmann sprach von einem „enormen Druck, der auf einem lastet“ und sagte über Mertesacker, der Ängste offenbart hatte: „Ich kann das schon teilweise nachvollziehen.“

Fährmann ist einer der ersten aktiven Profi-Fußballer, die so konkret zu Mertesacker Stellung beziehen. Der 29-Jährige, der sein erste Bundesligaspiel im Jahr 2008 absolviert hat, weist darauf hin, dass das Profi-Geschäft in den vergangenen Jahren immer gläserner geworden sei: „Als ich meine ersten Spiele gemacht habe, kam das i-Phone gerade erst auf den Markt. Da konnte man vieles noch gut verstecken, was heute so nicht mehr möglich ist: Man steht immer in der Öffentlichkeit – das ist nicht so einfach, wie man sich das manchmal vorstellt. Es ist nicht damit getan, dass wir uns eine halbe Stunde vor dem Spiel treffen und dann ein bisschen kicken – da ist wirklich schon jede Menge Arbeit und auch jede Menge Kopfzerbrechen über Wochen und Monate da.“

Der Torwart gibt freimütig zu, dass auch Fußballer in schlechten Phasen ins Grübeln verfallen. „Man kann das ja auch ableiten zu einem normalen Beruf“, erklärt Fährmann: „Wenn es da mal nicht so gut läuft, fängt man ja auch automatisch an, sich Gedanken zu machen: Wie komme ich da wieder raus? Woran lag es?“ Im Mannschaftssport sei es allerdings so, dass einen andere Teamkollegen dann aus dem mentalen Tief „auch wieder rausziehen können“.

Die Äußerungen von Mertesacker wurden „heiß diskutiert“, sagt Fährmann – auch in der Schalker Kabine sei man für diese Themen offen: „Der eine redet mehr, der andere weniger.“ Es sei „wichtig und der Zeit angemessen“, dass Fußballprofis auch Zugang zu psychologischer Betreuung hätten, wenn der Bedarf da sei. Nur sei der Begriff Psychologe eher negativ behaftet: „Wenn man das Mentaltrainer nennt, hat es gleich einen anderen Wortklang, aber es ist das Gleiche.“

(7) Kommentare

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4 Borussia Dortmund 34 15 10 9 64:47 17 55
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 FC Bayern München 17 14 2 1 56:15 41 44
2 TSG 1899 Hoffenheim 17 11 4 2 38:16 22 37
3 FC Schalke 04 17 10 5 2 27:15 12 35
4 VfB Stuttgart 17 10 4 3 18:9 9 34
5 Borussia Dortmund 17 9 4 4 40:21 19 31
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 FC Bayern München 17 13 1 3 36:13 23 40
2 FC Schalke 04 17 8 4 5 26:22 4 28
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  • 13.03.2018 16:39 Uhr
    Dieses Thema kommt umso mehr zum Tragen, je intelligenter der Spieler ist und je mehr er dadurch zum Nachdenken neigt. Das ist nicht nur im Fußball so, man denke an an Schachspieler wie Bobby Fischer und Boris Spassky. Die haben kurz vorm Wahnsinn gestanden, weil sie den Kopf nicht mehr frei bekommen haben.
    Da passt dann auch der Schwätzer Matthäus mit seinem Kommentar rein. Dem kann das nicht passieren. Kopfschmerzen oder gar Gehirnerschütterung geht bei dem nicht - maximal ne Schädelprellung....
  • Herold 13.03.2018 17:35 Uhr
    Leute, wer mit Druck nicht klar kommt, sollte den Job wechseln Zwinker

    Hier wird doch keiner gezwungen Fußball zu spielen, aber auf die Kohle möchte auch keiner verzichten, oder ? Opssss

    Fußballspieler sollten sich mal vor Augen halten, das Sie nicht der Nabel der Welt sind ! Opssss
  • 13.03.2018 17:45 Uhr
    @ Herold 13.03.2018 17:35 Uhr
    "Leute, wer mit Druck nicht klar kommt, sollte den Job wechseln "
    Genau, hasse recht un du fühlst dich doch auch anne Schüppe wohl, oder?
  • Herold 13.03.2018 18:14 Uhr
    Das würde zu weit führen wenn ich Dir erklären würde was Druck ist, und was es bedeutet, Verantwortung zu tragen !
  • 13.03.2018 18:19 Uhr
    @Herold 13.03.2018 18:14 Uhr
    "Das würde zu weit führen wenn ich Dir erklären würde was Druck ist, und was es bedeutet, Verantwortung zu tragen !"
    Hasse doch anne Schüppe bestimmt ganz schön Verantwortung..stell dir mal vor, du wirfs zu weit ... manche paarschüppen jetzt ja sogar
  • Gatsby 13.03.2018 18:55 Uhr
    @örly
    Ich glaube nicht, dass das Problem mit der Intelligenz zu tun hat.
    Es ist die Tragik im Spitzensport, dass der Wert eines Menschen ganz stark auf seine Leistungsfähigkeit reduziert wird. Der Selbstwert eines Sportlers liegt deshalb natürlich oft außerhalb seiner wirklichen Persönlichkeit. Will heissen: Der
    Sportler identifiziert sich mit der Rolle, die er im System zu spielen hat und mit seinem IMAGE, das in der Medienwelt von ihm erschaffen wird. Und verwechselt sein Selbst damit. Da der Mensch Anerkennung sucht, um die Anerkennung ganz eng mit dem sportlichen Erfolg zusammenhängt, ist die Gefahr zu scheitern natürlich höher, wenn man auf sehr hohen Niveau spielt. Denn da ist man besonders
    im Zentrum der Beobachtung. Es ist jedoch ein Problem, dass den meisten
    als Problem gar nicht bewusst wird, dass sie das Zentrum der Identifikation ins Außen verlagern, ganz einfach, weil es im "blinden Flecken" der Psyche
    liegt. So reagiert ein Mensch mit Symptomen, die auf dem ersten
    Blick nicht rational erscheinen. Denn es ist das Unterbewusstsein, das einem einen Streich spielt.


    Zuletzt modifiziert von Gatsby am 13.03.2018 - 20:21:46
  • Gladbeck04 13.03.2018 20:27 Uhr
    Gatsby hat wahrscheinlich recht.

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